Brandenburgs Kaufkraft im bundesweiten Vergleich: Einkommen reicht trotz günstiger Preise nicht weit
Brandenburgs Kaufkraft im unteren Drittel bundesweit

Brandenburgs Kaufkraft im bundesweiten Vergleich: Einkommen reicht trotz günstigerer Preise nicht weit

Im direkten Ländervergleich der Kaufkraft belegt Brandenburg lediglich den zwölften Platz und gehört damit zu den schwächeren Bundesländern Deutschlands. Dies geht aus einer aktuellen Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor, die auf Daten aus dem Jahr 2023 basiert.

Preisvorteil wird durch niedrige Einkommen ausgeglichen

Zwar liegen die Lebenshaltungskosten in Brandenburg durchschnittlich etwa 2,3 Prozent unter dem bundesweiten Niveau, doch die verfügbaren Einkommen der Bürgerinnen und Bürger sind entsprechend niedriger. Bereinigt um das regionale Preisniveau stehen jedem Brandenburger und jeder Brandenburgerin im Schnitt rund 27.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Dieser Wert reicht im Vergleich mit den anderen 15 Bundesländern nur für den zwölften Rang. Die Diskrepanz zwischen relativ günstigen Preisen und gleichzeitig niedrigen Einkommen führt dazu, dass die tatsächliche Kaufkraft der Bevölkerung begrenzt bleibt.

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Deutliche regionale Unterschiede innerhalb Brandenburgs

Innerhalb des Landes zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten:

  • Frankfurt (Oder) weist mit einem bereinigten regionalen Einkommen von nur 23.940 Euro die niedrigste Kaufkraft auf. Im bundesweiten Vergleich mit allen 400 Landkreisen und kreisfreien Städten bedeutet dies den siebtniedrigsten Wert.
  • Landkreis Potsdam-Mittelmark erreicht mit 29.263 Euro die höchste Kaufkraft innerhalb Brandenburgs. Bundesweit entspricht dies dem 169. Platz.

Diese regionalen Disparitäten verdeutlichen, dass die wirtschaftliche Situation innerhalb des Bundeslandes keineswegs homogen ist.

Bundesweiter Spitzenreiter und methodische Grundlagen

Die bundesweit höchste Kaufkraft weist aktuell die Stadt Heilbronn in Baden-Württemberg auf. Hier kombinieren sich überdurchschnittlich hohe verfügbare Einkommen mit vergleichsweise normalen Lebenshaltungskosten.

Die IW-Auswertung basiert auf einer aufwendigen Datensammlung zu regionalen Preisen in allen deutschen Kreisen und kreisfreien Städten, die mit Einkommensdaten des Statistischen Bundesamtes verknüpft wurde. Beide Datensätze stammen aus dem Jahr 2023, da für Einkommen keine aktuelleren validen Zahlen vorliegen.

Wichtig zu beachten ist, dass diese Ergebnisse nur eingeschränkt mit früheren IW-Berechnungen zum selben Thema vergleichbar sind. In einer vorherigen Auswertung hatte der Landkreis Starnberg die Spitzenposition belegt.

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