Brandenburg und Sachsen intensivieren Zusammenarbeit für sorbische Kultur
Brandenburg und Sachsen stärken sorbische Kultur

Brandenburg und Sachsen intensivieren Zusammenarbeit für sorbische Kultur

Potsdam • Die beiden Bundesländer Brandenburg und Sachsen bekräftigen ihr gemeinsames Engagement für den Erhalt und die Förderung der sorbischen beziehungsweise wendischen Kultur. Diese kulturelle Zusammenarbeit wird von den zuständigen Landesbeauftragten als beispielhaft und zukunftsweisend bewertet.

Gemeinsame Initiativen für die gesamte Lausitz

Der Brandenburger Landesbeauftragte Tobias Dünow betonte in einer aktuellen Mitteilung die Bedeutung einer abgestimmten Vorgehensweise. „Sorbische und wendische Kultur, ihre Traditionen und Sprachen verbinden die gesamte Lausitz. Daher ist es essenziell, dass wir bei unseren Aktivitäten stets die gesamte Region im Blick behalten und uns eng abstimmen“, erklärte Dünow. Die Kooperation zwischen Brandenburg, Sachsen und dem sorbischen Dachverband Domowina stellt aus seiner Sicht ein herausragendes Modell für die Bewahrung des kulturellen Erbes dar.

Die sächsische Landesbeauftragte Franziska Brech unterstrich diese Position nachdrücklich. „Nur im Schulterschluss können wir die sorbische Sprache und Kultur nachhaltig stärken, fördern und weiterentwickeln. Durch diesen gemeinsamen Weg ermöglichen wir einen intensiven Austausch von Expertise und können Initiativen gezielt ausrichten und miteinander koordinieren“, so Brech.

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Konkrete Maßnahmen und zentrale Themen

Bei einem jüngsten Treffen der beiden Landesbeauftragten am Montag standen zwei zentrale Projekte im Mittelpunkt der Beratungen:

  • Die Einführung eines neuen Studienangebots für Sorbisch beziehungsweise Wendisch an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU).
  • Die Weiterentwicklung des Minderheitenschutzes auf Bundesebene und innerhalb der Europäischen Union.

Dawid Statnik, Vorsitzender der Domowina, begrüßte dieses Gesprächsformat ausdrücklich. „Dieses Format schafft eine wertvolle Plattform für die Verständigung zu länderübergreifenden Anliegen und Themen. Brandenburg und Sachsen haben in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, dass sie mit konkreten Maßnahmenplänen und verbindlichen Zielsetzungen bedeutende Erfolge erzielen können. An diese positiven Erfahrungen möchte ich gerne anknüpfen“, sagte Statnik.

Historische Wurzeln und kulturelle Kontinuität

Die Sorben beziehungsweise Wenden sind seit etwa 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Als Nachkommen slawischer Stämme pflegen sie bis heute ein reiches Brauchtum und vielfältige Traditionen. Die fortgesetzte länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Sachsen zielt darauf ab, dieses einzigartige kulturelle Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren und lebendig zu halten.

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