Erstmals seit acht Jahren: Berliner Baugenehmigungen für Wohnungen steigen deutlich
In der deutschen Hauptstadt Berlin ist die Zahl der genehmigten Wohnungsbauvorhaben im vergangenen Jahr erstmals seit acht Jahren wieder angestiegen. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden im Jahr 2025 mehr als 13.750 Wohnungsbauprojekte von den Behörden genehmigt. Dies entspricht einem bemerkenswerten Anstieg von 40,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Verteilung der genehmigten Wohnungen
Von den insgesamt genehmigten Wohnungen sollen knapp 10.800 Einheiten in neuen Mehrfamilienhäusern sowie Wohnheimen entstehen. Weitere mehr als 2.100 Wohnungen sind in bestehenden Gebäuden geplant, beispielsweise durch Dachgeschossausbauten oder Nutzungsänderungen. Diese Zahl stellt einen deutlichen Zuwachs von fast 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.
Regionale Unterschiede in den Berliner Bezirken
Besonders auffällig ist die Entwicklung im Bezirk Neukölln, wo sich die Zahl der genehmigten Wohnungsbauprojekte im vergangenen Jahr vervierfacht hat. Im Gegensatz dazu verzeichnete Charlottenburg-Wilmersdorf den stärksten Rückgang mit einem Minus von 47,2 Prozent, wie die Statistiker mitteilten.
Herausforderungen und zukünftige Perspektiven
Ob dieser positive Trend im aktuellen Jahr anhält, bleibt abzuwarten. Ein zentraler Grund für den zuvor stagnierenden Wohnungsbau in Berlin waren die kontinuierlich hohen Baupreise. Diese sind im Februar dieses Jahres für den Wohnungsneubau erneut gestiegen und lagen in der Hauptstadt um 4,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Bei den Rohbauarbeiten erhöhten sich die Kosten um 3,3 Prozent, während Ausbauarbeiten sogar um 6,1 Prozent teurer wurden.
Trotz des deutlichen Anstiegs der Baugenehmigungen bleibt der Wohnungsmangel in Berlin weiterhin ein drängendes Problem. Nun müssen die bereits genehmigten Wohnungen tatsächlich gebaut werden, um die angespannte Wohnungssituation in der Metropole nachhaltig zu verbessern.



