Potsdam bereitet sich auf Entschärfung von fünf Weltkriegsbomben vor
Die Stadt Potsdam steht in der kommenden Woche vor einer großen Herausforderung: Fünf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei systematischen Munitionssuchen entdeckt und müssen nun fachgerecht entschärft werden. Die Stadtverwaltung hat bereits konkrete Termine für die gefährlichen Arbeiten bekanntgegeben und warnt vor erheblichen Verkehrseinschränkungen.
Fundorte und Details der Sprengkörper
Die gefundenen Bomben verteilen sich auf zwei verschiedene Standorte im Potsdamer Stadtgebiet. Im Wildpark West wurden drei Sprengkörper lokalisiert: eine 250 Kilogramm schwere sowjetische Fliegerbombe sowie zwei kleinere Bomben mit jeweils 25 Kilogramm Gewicht. Im Forst an der Michendorfer Chaussee liegen zwei weitere amerikanische Bomben, die ebenfalls ein Gewicht von 250 Kilogramm aufweisen.
Alle Funde stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und wurden bei routinemäßigen Munitionssuchen aufgespürt. Die Stadtverwaltung betont, dass es sich um Standardverfahren handelt, um mögliche Gefahrenquellen rechtzeitig zu identifizieren und zu beseitigen.
Geplante Entschärfungstermine und Sicherheitsmaßnahmen
Die Entschärfungen sind für zwei separate Tage in der kommenden Woche geplant:
- Dienstag, 21. April 2026: Die drei Bomben im Wildpark West werden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg unschädlich gemacht.
- Donnerstag, 23. April 2026: An der Michendorfer Chaussee stehen die beiden amerikanischen Bomben zur Entschärfung an.
Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, werden an beiden Tagen umfangreiche Sperrmaßnahmen umgesetzt. Ab 8.30 Uhr werden Sperrkreise um die Fundorte eingerichtet, die zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen werden. Besonders betroffen ist die Bundesstraße 2, die zwischen dem Abzweig Brauhausberg und der Nesselgrundbrücke komplett für den Verkehr gesperrt wird.
Auswirkungen auf den Verkehr und Empfehlungen
Die Stadt Potsdam ruft alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, sich auf die Einschränkungen einzustellen und alternative Routen zu planen. Neben der vollständigen Sperrung der B 2 werden auch umliegende Straßen voraussichtlich stärker belastet sein. Die Verwaltung empfiehlt, wenn möglich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Fahrten in die betroffenen Gebiete zu vermeiden.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird mit speziell ausgerüsteten Teams vor Ort sein, um die Entschärfungen professionell durchzuführen. Solche Operationen sind in Brandenburg nicht ungewöhnlich, da das Bundesland aufgrund seiner Geschichte immer wieder mit Funden aus dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert wird.
Die Stadtverwaltung wird die Bevölkerung über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten und bittet um Verständnis für die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen. Die Entschärfung der fünf Weltkriegsbomben stellt einen wichtigen Schritt zur Beseitigung historischer Kriegsrelikte und zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit dar.



