Schah-Sohn Reza Pahlavi zu politischen Gesprächen in Berlin erwartet
Der im Exil in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, wird am Donnerstag in der deutschen Hauptstadt erwartet. Dort plant er ein bedeutendes Treffen mit dem Unions-Außenexperten Armin Laschet sowie weiteren Abgeordneten unterschiedlicher Fraktionen des Bundestages. Dies teilte der CDU-Abgeordnete, der auch den Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses innehat, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit.
Fortsetzung des Dialogs nach Münchner Sicherheitskonferenz
Das geplante Gespräch knüpft direkt an einen vorherigen Austausch an, der bereits am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar dieses Jahres stattfand. Damals hatten die Beteiligten vereinbart, den wichtigen Dialog in Berlin fortzusetzen und zu vertiefen. Pahlavi, der seit Jahrzehnten im Exil lebt, gilt monarchistischen Gruppen als politischer Anführer der iranischen Opposition, obwohl sein tatsächlicher Rückhalt im Land selbst unklar bleibt.
Vor diesem Hintergrund dient das Treffen laut Laschet explizit dem Austausch über die aktuelle politische Lage im Iran sowie über mögliche Perspektiven für die weitere Entwicklung des Landes. Die Gespräche finden angesichts der anhaltenden Konflikte und Spannungen in der Region besondere Beachtung.
Weitere Termine in der deutschen Hauptstadt
Neben dem Treffen mit Laschet und den Bundestagsabgeordneten plant Reza Pahlavi auch, sich vor der Bundespressekonferenz zu äußern. Dieser Zusammenschluss der Hauptstadt-Journalisten bietet eine weitere Plattform für seine Positionen. Allerdings wurde von einer Sprecherin des Auswärtigen Amts klargestellt, dass ein Treffen mit Außenminister Johann Wadephul von der CDU nicht vorgesehen ist.
Die Europareise des Schah-Sohns, im Rahmen derer der Berlin-Besuch stattfindet, unterstreicht seine Rolle als bedeutender Vertreter der iranischen Oppositionsbewegung. Die genauen Inhalte und Ergebnisse der Gespräche werden mit Spannung erwartet, da sie Einblicke in mögliche zukünftige Entwicklungen im Iran bieten könnten.



