Der FC Bayern München hat durch den Einzug ins DFB-Pokalfinale den nächsten Schritt Richtung Triple gemacht. Doch während Fans und Mannschaft den 2:0-Sieg im Halbfinale gegen Bayer Leverkusen ausgelassen feierten, hielten sich die Verantwortlichen mit großen Ansagen zurück. Statt von Triple träumen zu lassen, predigen Trainer Vincent Kompany und die Bosse weiterhin den Blick auf das nächste Spiel.
Finalshirts und Party in der Kabine
Schon kurz nach Abpfiff wurden den Spielern und dem Trainerstab eigens bedruckte Finalshirts überreicht. „Guess who‘s back“ stand darauf, ergänzt durch Berliner Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, den Fernsehturm und das Olympiastadion. In der Kabine legte Jamal Musiala als Team-DJ auf, während die Spieler mit den Fans „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ skandierten. Sportvorstand Max Eberl meinte dazu: „Ein Bierchen ist auf jeden Fall drin.“
Keine Triple-Euphorie bei den Bossen
Trotz der Erfolge blieben die Verantwortlichen sachlich. „Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sagte Eberl. Auch Präsident Herbert Hainer wollte kein Triple-Gefühl aufkommen lassen: „Wir freuen uns erst einmal, dass wir nach Berlin gekommen sind. Wir denken Schritt für Schritt.“ Diese Worte dürften Trainer Vincent Kompany gefallen, der stets den Fokus auf das jeweils nächste Spiel predigt.
Verteidiger Jonathan Tah, der gegen Leverkusen eine starke Leistung zeigte, gab die Richtung vor: „Wir fahren nach Berlin, um das Finale zu gewinnen. Für etwas anderes fahren wir da nicht hin.“ Er bestätigte das Selbstvertrauen der Mannschaft: „Zweifel hat keiner, wenn er auf dem Platz steht.“ Das Erfolgsrezept sieht Tah in der täglichen harten Arbeit und dem Zusammenhalt: „Jeder reißt sich für den anderen auf. Die Mannschaft ist wirklich überragend.“
Triple-Chance ist präsent
Dass die Münchner in dieser Saison triplereif sind, ist auch intern kein Geheimnis. „Natürlich wissen wir, dass das möglich ist“, gab Tah zu, schränkte aber ein: „Wir müssen uns auf das Hier und Jetzt fokussieren.“ Gemeint ist das Bundesligaspiel am Samstag beim Tabellenzehnten aus Mainz. „Da wollen wir uns unseren Fokus und unser Selbstvertrauen holen.“
Am Dienstag wartet dann das Champions-League-Halbfinalhinspiel bei Paris Saint-Germain. Eberl warnte vor dem Titelverteidiger: „Paris wird nicht einfach. Das ist eine herausragende Mannschaft, die weiß, wie man gewinnt.“ Die Bayern wissen das in diesen Wochen allerdings auch.



