Baden-Württemberg führt schützende Polizei-Uniformen ein: Mehr Sicherheit vor Messerattacken
Neue Polizei-Uniformen in Baden-Württemberg schützen besser

Baden-Württemberg stattet Polizei mit schützenden Uniformen aus

Die Polizei in Baden-Württemberg erhält neue Einsatzkleidung, die speziell zum Schutz vor Messerattacken entwickelt wurde. Diese Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund alarmierender Zahlen: Täglich werden durchschnittlich 40 Polizeibeamte im Land Opfer von Gewalt, wöchentlich kommt es zu einem Messerangriff. Ein tragischer Höhepunkt war der Tod des Polizisten Rouven Laur im Jahr 2024 nach einer Stichattacke.

Innovative Materialien für mehr Schutz

Innenminister Thomas Strobl (CDU) präsentierte am Montag im Stuttgarter Polizeipräsidium die neuen Uniformen für rund 16.000 Streifen- und Bereitschaftspolizisten. Die als "schnitthemmend" geltenden, dunkelblauen Uniformen wurden mit einem hohen Elasthan-Anteil entwickelt, was sie leichter und luftiger macht. Besonders an Ellbogen und Knien ist das Material verstärkt, zusätzlich können Polster eingelegt werden, um Verletzungen vorzubeugen.

Die Investition von 4 Millionen Euro sichert laut Ministerium die bundesweit sichersten Polizei-Uniformen. Seit September 2024 wurden Material und Schnitt umfassend getestet, von ersten Modellentwürfen bis zu den nun ausgereiften Uniformteilen.

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Stufenweise Auslieferung und ergänzende Schutzmaßnahmen

Die Bereitschaftspolizei Baden-Württemberg und die Einsatzhundertschaften sollen die neue Uniform bereits im März erhalten, während Streifenpolizisten im Herbst folgen. Das Ausstattungspaket umfasst:

  • Einsatzanzug
  • Softshell-Jacke
  • Polo- und Langarmshirt
  • Cargohose

Zusätzlich kann wie bisher eine ballistische Schutzweste getragen werden, die vor allem gegen Schüsse aus Pistolen schützt. Innenminister Strobl betonte, dass Gewalt gegen Polizisten keine Randerscheinung mehr sei und die neue Uniform dazu beitrage, Beamte bestmöglich zu schützen. Darüber hinaus wurden Investitionen in aktiven Schutz, wie bessere Bewaffnung, getätigt.

Strobl richtete eine klare Botschaft an Straftäter: "Wer einen Polizisten mit einem Messer angreift, hat sich entschieden, nicht mehr zu leben." Diese Aussage unterstreicht die Entschlossenheit der Landesregierung, die Sicherheit der Einsatzkräfte zu priorisieren.

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