Mannheim setzt dauerhaft auf Scan-Auto zur Parkraumüberwachung
Mannheim: Scan-Auto wird dauerhaft gegen Falschparker eingesetzt

Mannheim führt dauerhaft Scan-Auto gegen Falschparker ein

Mannheim hat als erste Stadt in Baden-Württemberg ein Pilotprojekt mit einem Scan-Auto zur Überwachung von Parksündern erfolgreich abgeschlossen und plant nun den dauerhaften Einsatz dieser innovativen Technologie. Das Fahrzeug, das mit speziellen Kameras auf dem Dach ausgestattet ist, war Ende des vergangenen Jahres sechs Wochen lang im Einsatz und hat dabei insbesondere sicherheitsrelevante Verstöße wie blockierte Feuerwehrzufahrten und zugeparkte Radwege aufgespürt.

Erfolgreicher Test führt zu dauerhafter Implementierung

Das Pilotprojekt zielte darauf ab, den ruhenden Verkehr effektiver zu überwachen und sowohl den Kontrolldruck als auch die allgemeine Verkehrssicherheit in der Stadt zu erhöhen. Volker Proffen, Sicherheitsdezernent von Mannheim, zeigte sich in einer abschließenden Bilanz sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Der Test hat deutlich gezeigt, dass die Technik Potenzial hat, dieses Ziel zu erreichen.“ Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass künftig etwa 50 sicherheitsrelevante Fälle pro Stunde erfasst werden könnten, abhängig von der jeweiligen Örtlichkeit und Uhrzeit.

Fokus auf Quartiere mit knappen Parkplätzen

Der dauerhafte Einsatz des Scan-Autos wird zunächst in Stadtvierteln mit besonders knappem Parkraum erfolgen. Dort sollen vorrangig Verstöße erfasst werden, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem:

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  • Parken am rechten Fahrbahnrand
  • Abstellen von Fahrzeugen zu nah an Kreuzungen
  • Parken auf Gehwegen, Sperrflächen oder im absoluten Halteverbot

Interessanterweise bleiben sogenannte „Schwarzparker“ vorerst von der Scan-Kontrolle ausgenommen. Erst wenn die örtlichen Ticket-Automaten auf die Eingabe von Kennzeichen umgestellt sind, werden auch diese Verstöße ins Visier der Kontrolleure geraten.

Weitere Städte in Baden-Württemberg folgen dem Beispiel

Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland überhaupt eine rechtliche Grundlage für den Einsatz solcher Scan-Fahrzeuge geschaffen. Dieser Schritt hat bereits Nachahmer gefunden:

  • In Heidelberg ist seit September ebenfalls ein Scan-Auto im Einsatz, das allerdings bisher nur Parktickets und Anwohnerparkausweise kontrolliert, ohne direkt Strafzettel zu verteilen.
  • Waldshut-Tiengen nutzt seit der vergangenen Woche ein ähnliches System.
  • Freiburg plant die Teilnahme an einem vergleichbaren Pilotprojekt.

Während des Mannheimer Projekts waren die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes täglich und zu verschiedenen Tageszeiten unterwegs, mit einem Schwerpunkt im Stadtteil Neckarstadt. Die positive Bilanz der Stadtverwaltung unterstreicht den erfolgreichen Verlauf und die geplante Ausweitung dieser modernen Überwachungsmethode.

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