Giftköder in Bretzfeld: Pudel und Terrier sterben qualvoll durch Insektizid
In Bretzfeld im baden-württembergischen Hohenlohekreis sind zwei Hunde nach dem Verzehr von Giftködern qualvoll verendet. Ein Pudel und ein Terrier hatten Mitte März auf einer Streuobstwiese zwischen Bretzfeld und Obersulm tödlich präparierte Fleisch- und Wurststückchen gefressen. Die Polizei hat die Ermittlungen zu diesem grausamen Vorfall aufgenommen.
Labor bestätigt Vergiftung mit verbotenem Insektizid
Laboruntersuchungen der Köder und der verendeten Tiere ergaben eindeutig, dass die Hunde durch E605 vergiftet wurden. Dabei handelt es sich um ein Insektizid, das in der Europäischen Union seit Jahren verboten ist. Die Substanz führt bei Aufnahme zu schweren Vergiftungssymptomen und einem qualvollen Tod.
Spaziergang auf Streuobstwiese endet tragisch
Mehrere Hundebesitzerinnen waren mit ihren Vierbeinern auf einem Spaziergang auf der Streuobstwiese unterwegs. Die Tiere liefen zu einem umgestürzten, morschen Baum, wo unbekannte Täter die Giftköder ausgelegt hatten. Zwei der Hunde fraßen von den präparierten Happen.
Kurz darauf zeigte der Terrier erste Vergiftungsanzeichen und verstarb noch während des Transports zur nächsten Tierklinik. Der Pudel überlebte die folgende Nacht nicht. Die übrigen Hunde der Gruppe blieben unversehrt, zeigten aber deutliche Anzeichen von Stress und Verunsicherung.
Polizei sucht nach Zeugen und Motiven
Die Polizei ermittelt intensiv zu dem Vorfall und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer in der fraglichen Zeit verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Informationen zu möglichen Tätern besitzt, wird gebeten, sich bei den Ermittlungsbehörden zu melden. Die Motive für diese grausame Tat sind bisher unklar. Experten vermuten entweder gezielte Tierquälerei oder einen möglichen Konflikt zwischen verschiedenen Nutzergruppen der Streuobstwiese.
Der Vorfall hat in der Region große Bestürzung ausgelöst und wirft Fragen zur Sicherheit von Haustieren in ländlichen Gebieten auf. Tierhalter werden aufgefordert, besonders wachsam zu sein und ihre Vierbeiner in unübersichtlichem Gelände anzuleinen.



