Alemannische Fastnacht in Venezuela: Tausende feiern in Colonia Tovar
Fastnacht in Venezuelas deutschem Dorf Colonia Tovar

Alemannische Fastnachtstradition in der venezolanischen Karibik

Narren, Hexen, Glöckchen und Besen: Das venezolanische "Deutschland der Karibik" hat seinen traditionellen alemannischen Fastnachtsumzug in beeindruckender Weise gefeiert. In der von deutschen Einwanderern gegründeten Colonia Tovar nahmen an den farbenfrohen Feierlichkeiten rund 5.000 Menschen teil, wie örtliche Medien ausführlich berichteten.

Historische Jokili-Kostüme prägen das Straßenbild

Durch die malerischen Straßen zogen zahlreiche maskierte Menschen in authentischen Jokili-Kostümen, eine faszinierende Tradition, die vor genau 50 Jahren in Colonia Tovar eingeführt wurde. Diese charakteristischen Narrenfiguren stammen ursprünglich aus dem alemannischen Fastnachtsbrauch in Endingen am Kaiserstuhl im Südwesten Baden-Württembergs und haben sich über den Atlantik hinweg erhalten.

Deutsche Siedlungsgeschichte in Südamerika

Colonia Tovar wurde bereits im Jahr 1843 von deutschen Einwanderern als Ergebnis eines gezielten Ansiedlungsprogramms der venezolanischen Regierung gegründet. Die beschauliche Stadt liegt in der spektakulären Küstenkordillere, etwa 70 Kilometer westlich der pulsierenden venezolanischen Hauptstadt Caracas. Typische Fachwerkhäuser prägen das für Südamerika außergewöhnliche und einzigartige Stadtbild, das Besucher aus aller Welt anzieht.

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Die Nachfahren der deutschen Einwanderer aus dem Kaiserstuhl bewahren bis heute ihre kulturellen Traditionen und Bräuche in dieser abgelegenen Region Venezuelas. Colonia Tovar ist nicht nur als das "Deutschland der Karibik" bekannt, sondern stellt auch ein lebendiges Beispiel für kulturelle Bewahrung und Integration dar, das über Generationen hinweg Bestand hat.

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