Bürgermeister Christian Mauch stirbt bei Autounfall: Gerabronn in tiefer Trauer
Bürgermeister stirbt bei Unfall: Gerabronn trauert

Bürgermeister Christian Mauch stirbt bei tragischem Verkehrsunfall

Die baden-württembergische Stadt Gerabronn befindet sich in einem Zustand tiefer Bestürzung und Trauer. Ihr Bürgermeister, Christian Mauch, ist in der Nacht zum Mittwoch bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Laut Polizeiangaben kam der 40-Jährige mit seinem Fahrzeug von der Straße ab, prallte gegen einen Baum und rutschte anschließend etwa 35 Meter einen Abhang hinunter. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Stadtverwaltung und Bevölkerung sind zutiefst erschüttert

Die erste stellvertretende Bürgermeisterin von Gerabronn, Heidegret Mayer, äußerte sich emotional: "Wir sind alle tief erschüttert. Es fühlt sich an, als wären wir in einem schlechten Film gefangen." Sie beschrieb Mauch als einen engagierten und menschenfreundlichen Politiker, der stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger hatte. "Er war ein großartiger Mensch, fachlich hochkompetent und hat sich stets für die Interessen unserer Kommune eingesetzt", so Mayer weiter.

Der Bürgermeister war auf dem Rückweg von einem dienstlichen Termin, der den Pferdemarkt und Faschingsfeierlichkeiten in der Region umfasste. Christian Mauch hinterlässt seine Ehefrau und vier minderjährige Kinder. Am Rathaus des 4500-Einwohner-Ortes weht Trauerbeflaggung, und das Gebäude blieb am Donnerstag für den Publikumsverkehr geschlossen.

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Politische Lücke und persönlicher Verlust

Christian Mauch wurde erstmals im Jahr 2017 zum Bürgermeister von Gerabronn gewählt und im vergangenen Jahr mit einer überwältigenden Zustimmung von fast 100 Prozent im Amt bestätigt. Seine Amtszeit war geprägt von einem starken Engagement für die Belange der Stadt und der gesamten Region. "Wir haben unseren geliebten und geschätzten Bürgermeister verloren", betonte Heidegret Mayer und verwies auf die große Betroffenheit, die über die Stadtgrenzen hinaus spürbar ist.

Rechtlich gesehen muss innerhalb von drei Monaten ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Allerdings hält die stellvertretende Bürgermeisterin diesen Zeitrahmen für die schwer getroffene Kommune für nicht realisierbar. "Wir werden eine Fristverlängerung beantragen müssen, um angemessen trauern und eine geordnete Nachfolge regeln zu können", erklärte Mayer. Die Stadtverwaltung steht in diesen schwierigen Stunden zusammen und sucht nach Wegen, das Andenken an Christian Mauch zu würdigen und gleichzeitig die notwendigen administrativen Aufgaben weiterzuführen.

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