Lawinenwinter 2025/26: 135 Todesopfer in Europa - Italien besonders betroffen
Lawinenwinter: 135 Tote in Europa, Italien am schlimmsten

Dramatischer Anstieg der Lawinentoten in Europa

In diesem Winter haben Lawinen in den europäischen Gebirgen eine verheerende Bilanz hinterlassen. Laut dem European Avalanche Warning Services (EAWS) starben seit Oktober mindestens 135 Menschen durch Schneemassen, fast doppelt so viele wie im Winter 2024/25 mit 70 Opfern. Dies ist der höchste Wert seit der Saison 2017/18, als 147 Todesfälle registriert wurden.

Italien als trauriger Spitzenreiter

Besonders schwer getroffen wurde Italien mit 38 Lawinentoten. In Südtirol, einem beliebten Ziel für Alpinsportler, ereignete sich das schlimmste Unglück: Anfang November wurden fünf Bergsteiger aus Bayern an der Vertainspitze im Ortler-Gebirge von einer Lawine erfasst und getötet. Weitere Opferzahlen zeigen Frankreich mit 31, Österreich mit 30 und die Schweiz mit 15 Toten. In Deutschland gab es glücklicherweise keine Todesfälle.

Klimakrise als treibender Faktor

Experten führen den Anstieg der Lawinentoten auf die Klimakrise zurück. Höhere Temperaturen destabilisieren den Schnee, Altschnee und Neuschnee verbinden sich schlechter, und stärkere Winde führen zu gefährlichem Treibschnee. Zudem werden Skitouren abseits der Pisten immer beliebter, was das Risiko in hochalpinem Gelände erhöht.

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Osterunglücke und Sicherheitsempfehlungen

Auch an Ostern gab es Zwischenfälle, wie einen Tourengeher in Südtirol, der nur dank seines Ortungssenders gerettet werden konnte. Bergwacht und Alpenvereine betonen die Wichtigkeit von Ausrüstung wie Schaufel, Sonde und Lawinenverschüttetensuchgerät. Studien zeigen, dass 90 Prozent der Verschütteten innerhalb der ersten 10 Minuten lebend gerettet werden können.

Die Skisaison endet in vielen Gebieten nach Ostern, aber in höheren Lagen bleibt das Skifahren oft bis Mai möglich. Trotzdem mahnen Warndienste zu erhöhter Vorsicht, besonders in Steilhängen.

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