Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Der große Parteien-Check für Ihre Stimme
Am kommenden Sonntag, dem 17. März 2026, steht in Rheinland-Pfalz eine entscheidende Wahl an: Rund drei Millionen stimmberechtigte Bürger sind aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Die politische Landschaft könnte sich grundlegend verändern, denn erstmals seit dem Jahr 1991 droht der SPD der Verlust der Staatskanzlei. Die Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ministerpräsident Alexander Schweitzer (52, SPD) und seinem Herausforderer Gordon Schnieder (50, CDU). Dahinter folgen die AfD und die Grünen, während Linke und Freie Wähler um den Einzug in den Landtag kämpfen. Doch welche Partei setzt sich für Ihre konkreten Anliegen ein? BILD liefert einen detaillierten Überblick über die zentralen Positionen.
Bildung und Schule: Kontroverse Ansätze für die Zukunft
Im Bildungsbereich präsentieren die Parteien deutlich unterschiedliche Konzepte. Die CDU unter Spitzenkandidat Gordon Schnieder fordert eine verbindliche Unterrichtszeit von 8 bis 14 Uhr an allen Grundschulen, ohne Ausfälle. In diesem Zeitraum sollen auch Hausaufgaben erledigt und ein kostenloses Mittagessen angeboten werden. Die Linke mit ihrer Kandidatin Rebecca Ruppert (37) setzt hingegen auf eine Schule für alle, die frühe Aufteilung auf verschiedene Schulformen ablehnt und verpflichtende Hausaufgaben abschaffen will. Die SPD von Alexander Schweitzer verspricht kostenlose Schulbücher, Arbeitshefte und Materialien, um Familien finanziell zu entlasten.
Sicherheit und Infrastruktur: Modernisierung versus Tradition
Bei Sicherheitsfragen plädiert die CDU für eine Modernisierung der Polizei, einschließlich der Ausrüstung mit Bodycams und Tasern, um Beamte besser zu schützen und die Schlagkraft zu erhöhen. Die AfD unter Jan Bollinger (48) will den Flughafen Hahn zu einem zentralen Abschiebe-Zentrum ausbauen, um Rückführungen zu beschleunigen. Im Bereich Infrastruktur fordern die Freien Wähler mit Joachim Streit (60) die vollständige Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen, die stattdessen aus dem Landeshaushalt finanziert werden sollen.
Umwelt und Energie: Grüne Initiativen im Fokus
Die Grünen mit Katrin Eder (49) setzen auf ambitionierte Umweltmaßnahmen. Sie fordern eine Solardach-Pflicht für Neubauten und größere Sanierungen, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Zudem soll Tempo 30 zur Regelgeschwindigkeit innerorts werden, um Verkehrssicherheit zu erhöhen, Lärm zu reduzieren und Emissionen zu senken.
Gesellschaft und Wirtschaft: Regionale Stärkung und soziale Projekte
Die SPD will mit einem Dorfkneipenprogramm gezielt Gaststätten im ländlichen Raum fördern, um soziale Treffpunkte zu erhalten. Zudem plant sie Zuschüsse für den Führerschein junger Menschen, um Mobilität zu erleichtern. Die CDU betont die Stärkung regionaler Betriebe durch angepasste Vergabeverfahren, während die AfD Gender-Sprache an Schulen verbieten und auf traditionelle Bildungsinhalte setzen will.
Diese Übersicht zeigt die vielfältigen Positionen der Parteien – nutzen Sie sie, um Ihre Wahlentscheidung informiert zu treffen.



