SPD auf historischem Tief: AfD und Grüne legen zu
Berlin. Eine neue Umfrage der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) sorgt für Aufsehen: Die SPD stürzt auf ein historisches Tief von 11 Prozent, während die AfD mit 27 Prozent zur stärksten Kraft aufsteigt. Auch die Grünen legen deutlich zu und erreichen 16 Prozent. Die FDP profitiert möglicherweise vom neuen Parteivorsitzenden Wolfgang Kubicki und liegt knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.
AfD wird stärkste Kraft
Laut der Sonntagsfrage, die vom 27. Mai bis 1. Juni durchgeführt wurde, käme die AfD auf 27 Prozent der Stimmen. Die CDU folgt mit 23 Prozent, während die SPD mit 11 Prozent weit abgeschlagen ist. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 hatten die Sozialdemokraten noch 16,4 Prozent erzielt. Die Linke liegt ebenfalls bei 11 Prozent und zieht damit mit der SPD gleich. Das BSW würde mit 2 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Grüne legen zu
Die Grünen können sich über 16 Prozent freuen, ein deutlicher Zugewinn. Die FDP erreicht knapp über fünf Prozent und wäre somit wieder im Bundestag vertreten. Dies könnte auf den sogenannten Kubicki-Effekt zurückzuführen sein: Wolfgang Kubicki wurde am vergangenen Wochenende zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Die Umfrage wurde nach seiner Wahl durchgeführt, sodass ein Zusammenhang möglich ist.
Methodik der Umfrage
An der Erhebung der GMS nahmen mehr als 1000 Wahlberechtigte teil. Die Daten wurden zwischen dem 27. Mai und dem 1. Juni 2026 erhoben. Die Umfrage zeigt einen klaren Trend: Die AfD könnte bei der nächsten Bundestagswahl 2029 die stärkste Kraft werden, während die Regierungsparteien SPD und Grüne Stimmen verlieren. Die FDP und die Linke könnten ebenfalls wieder in den Bundestag einziehen.
Die Ergebnisse im Überblick:
- AfD: 27 Prozent
- CDU: 23 Prozent
- Grüne: 16 Prozent
- SPD: 11 Prozent
- Linke: 11 Prozent
- FDP: knapp über 5 Prozent
- BSW: 2 Prozent
Ob sich dieser Trend bis zur Wahl 2029 fortsetzt, bleibt abzuwarten. Die politischen Lager stehen vor großen Herausforderungen.



