Wolfgang Kubicki: FDP ist nicht tot, wir kämpfen um Sachsen-Anhalt
Kubicki: FDP nicht tot – Kampf um Sachsen-Anhalt

Kubicki: FDP ist nicht tot – wir kämpfen um Sachsen-Anhalt

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die FDP kürzlich für tot erklärt. Doch der neue FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki ließ diese Aussage nicht auf sich sitzen. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel betont er, dass die Liberalen noch längst nicht am Ende seien. Vielmehr wolle er die Partei wieder zu einer Kraft machen, die respektiert und notfalls auch gefürchtet werde.

Kubicki äußerte sich selbstbewusst über die Chancen seiner Partei bei der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. „Ich dokumentiere jetzt einfach mal meinen Anspruch, dass wir Sachsen-Anhalt noch drehen können“, sagte er. Damit macht er deutlich, dass die FDP trotz schwieriger Umfragen noch nicht aufgegeben hat.

Kampfkandidatur um den Parteivorsitz

Beim Bundesparteitag der FDP hatte es eine unerwartete Kampfkandidatur gegeben: Marie-Agnes Strack-Zimmermann trat gegen Kubicki an. Auf die Frage, ob dies legitim oder ein Foulspiel gewesen sei, antwortete Kubicki: „Dass es eine Kampfkandidatur gab, begrüße ich. Und ich verstehe auch, dass in der FDP viele keine Lust mehr auf eine One-Man-Show haben und daran erinnern wollten, dass die Partei nicht nur aus mir besteht. Das hatten wir schon mal.“

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Er räumte ein, dass der Ablauf „bemerkenswert“ gewesen sei, betonte jedoch: „Sorge, dass ich nicht gewinnen könnte, hatte ich aber zu keinem Zeitpunkt.“ Kubicki sieht sich als Integrationsfigur, die die verschiedenen Flügel der Partei zusammenführen kann.

Strategie für die Zukunft

Kubicki will die FDP wieder stärker als liberale Kraft positionieren. Dazu gehört für ihn eine klare wirtschaftspolitische Linie, aber auch eine deutliche Abgrenzung von den anderen Parteien. „Wir müssen zeigen, dass wir die Partei der Vernunft sind, die nicht nur mitregiert, sondern auch eigene Akzente setzt“, so Kubicki.

Besonders wichtig sei ihm, dass die FDP wieder als eigenständige Marke wahrgenommen werde. „Wir sind nicht das Anhängsel einer großen Koalition, sondern eine Partei mit eigenem Profil“, erklärte er. Dazu gehöre auch, notfalls unangenehme Wahrheiten auszusprechen.

Die Liberalen hätten in den letzten Jahren viel Vertrauen verloren, räumte Kubicki ein. Dieses Vertrauen müsse nun zurückgewonnen werden, und zwar durch konsequente Politik und klare Kommunikation. „Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können“, sagte er abschließend.

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