Pentagon schließt Fotografen aus: Hegseths Team verärgert über unvorteilhafte Bilder
Im Pentagon brodelt es erneut! Auslöser sind angeblich "wenig schmeichelhafte" Fotos von US-Kriegsminister Pete Hegseth (45). Wie die "Washington Post" unter Berufung auf Insider berichtet, soll das Pentagon zwei Pressefotografen von Briefings zum laufenden Irankrieg ausgeschlossen haben, nachdem sie unvorteilhafte Aufnahmen von Hegseth veröffentlicht hatten.
Hintergrund der umstrittenen Entscheidung
Am 2. März war Hegseth erstmals seit Kriegsbeginn an das Rednerpult im Pentagon getreten und hatte gemeinsam mit General Dan Caine (57) die Presse über den aktuellen Stand informiert. Wie bei solchen Terminen üblich, schickten die großen Nachrichtenagenturen – darunter Reuters und Associated Press – ihre eigenen Fotografen. Anschließend verbreiteten sich ihre Aufnahmen weltweit. Zahlreiche Redaktionen nutzten das Material der Agenturen gegen eine Lizenzgebühr.
Bei den darauffolgenden Unterweisungen am 4. und 10. März mussten die verantwortlichen Fotografen dann plötzlich draußen bleiben. Offizielle Begründung des Ministeriums: Platzmangel. Medien könnten sich stattdessen aus dem Fotomaterial des Pentagon bedienen, das nach der Veranstaltung "umgehend online veröffentlicht" werde.
Interner Ärger über Fotos
Die Informationen der "Washington Post" lassen an dieser Version der Geschichte jedoch Zweifel aufkommen. Denn: Hegseths Team gefiel offenbar nicht, wie der Minister auf den Fotos der Agenturen aussah. Intern soll es deshalb massiven Ärger gegeben haben, sodass kurz darauf die neue Regel eingeführt wurde.
Künftig ist bei Pressekonferenzen im Pentagon pro Nachrichtenagentur oder Medium nur noch ein Vertreter zugelassen. Das bedeutet: Es ist damit nicht mehr möglich, gleichzeitig einen Reporter und einen Fotografen zu entsenden.
Nicht der erste Konflikt mit der Presse
Für den Kriegsminister, selbst früher Journalist bei "Fox News", ist es nicht der erste Zoff mit der US-Presse. Im Oktober gaben zahlreiche Medienvertreter unter Protest ihre Zugangsausweise zum Pentagon zurück. Sie weigerten sich, eine neue Regel zu unterschreiben, die es Journalisten faktisch untersagen sollte, inoffizielle Informationen bei der Regierung einzuholen. Die Medienvertreter kritisierten einen massiven Eingriff in die Pressefreiheit.
Die aktuelle Situation wirft erneut Fragen nach dem Umgang des Pentagons mit unabhängiger Berichterstattung auf. Während das Ministerium auf logistische Gründe verweist, sehen Kritiker darin einen Versuch, die Kontrolle über die öffentliche Darstellung zu verstärken.



