Marine prüft Flughafen Parchim: Stadt signalisiert Zustimmung für mögliche Nutzung
Die Bundesmarine erwägt aktuell die Nutzung des stillgelegten Flughafens Schwerin-Parchim im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns. In einer entscheidenden Sitzung am Mittwochabend hat die Stadtvertretung von Parchim nun grünes Licht für diese Pläne gegeben, wie ein Sprecher der Stadt bestätigte. Damit ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, auf die die Deutsche Marine der Bundeswehr zuvor bestanden hatte.
Positive Positionierung der Stadtverwaltung
Die Stadtverwaltung von Parchim hat sich ebenfalls positiv zu den möglichen Plänen positioniert. Diese Haltung wird nun an die Marine weitergegeben, wobei die nächsten Schritte bei der Bundeswehr liegen. Die Stadt Parchim im Landkreis Ludwigslust-Parchim reagiert damit auf das Interesse der Marine, das vor einigen Wochen erstmals signalisiert wurde. Ende Januar fanden bereits Gespräche mit Vertretern der Marine statt, um die Optionen auszuloten.
Ministerium hält sich bedeckt
Das Bundesverteidigungsministerium äußerte sich auf Nachfrage nicht zum aktuellen Stand der laufenden Prüfungs- und Entscheidungsprozesse. Es bestätigte lediglich, dass die Marine neue Standortoptionen in Mecklenburg-Vorpommern prüft. „Aus dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte ergeben sich neben infrastrukturellen Bedarfen auch neue Standort- und Liegenschaftserfordernisse“, so das Ministerium. Ob es dabei konkret um den Flughafen Parchim geht, wurde nicht angegeben.
Hintergrund und aktuelle Stationierung
Der Flughafen Schwerin-Parchim wurde stillgelegt und bietet nun potenzielle Kapazitäten für militärische Nutzung. Laut Bundeswehr sind derzeit alle Flieger der Marine in Nordholz an der Nordseeküste Niedersachsens stationiert. Die Prüfung neuer Standorte in Mecklenburg-Vorpommern könnte Teil einer strategischen Neuausrichtung sein, um die wachsenden Anforderungen der Streitkräfte zu erfüllen. Die Stadt Parchim zeigt sich kooperativ, während die Marine ihre Optionen weiter evaluiert.



