Öffentliches Bundeswehr-Gelöbnis in Torgelow: 44 Rekruten leisten Fahneneid vor historischer Kulisse
Bundeswehr-Gelöbnis in Torgelow: 44 Rekruten leisten Eid

Öffentliches Bundeswehr-Gelöbnis in Torgelow: 44 Rekruten leisten Fahneneid vor historischer Kulisse

In einer feierlichen Zeremonie vor der Stadthalle Torgelow legten 44 Rekrutinnen und Rekruten des Jägerbataillons 413 öffentlich ihr Gelöbnis ab. Dieses Ereignis markiert die erste öffentliche Vereidigung in der Stadt seit langer Zeit und unterstreicht die tiefe Verbindung zwischen Militär und Kommune.

Ein feierlicher Akt mit traditionellem Rahmen

Das Musikkorps begleitete die traditionelle Zeremonie, während Gäste aus Politik und Verwaltung auf einer Tribüne Platz nahmen. Angehörige, die ihre Söhne oder Töchter erstmals in Uniform sahen, beobachteten den Appell von einem Wall aus. Nach dem Einmarsch der Truppen und der Meldung an den Kommandeur betonte Oberstleutnant Joachim Ruthe in seiner Rede die veränderte Sicherheitslage.

„Wir sind in eine Epoche eingetreten, in der Frieden in Europa leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Konflikte und Kriege werden zu einer traurigen Gewohnheit. Die Bedrohungen für uns persönlich sind nicht immer erkennbar, aber sie sind da. Das ist das grundlegend Neue an dieser Zeit“, erklärte der Kommandeur des Jägerbataillons 413.

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Dienst als Beitrag zur Sicherheit und Gemeinschaft

Ruthe hob hervor, dass der Dienst in der Bundeswehr heute eine neue Bedeutung erlangt habe. Wehrdienst sei nicht nur Ausbildung, sondern ein lebendiger Beitrag zur Sicherheit des Landes. Er dankte den Rekruten für ihren mutigen Entschluss, solidarisch zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

„Dieses Gelöbnis ist nicht nur ein Satz, er ist ein Versprechen an unser Land, Ihre Kameraden und an sie selbst. Sie werden Teil einer Gemeinschaft, die auf Vertrauen, Kameradschaft und gegenseitiger Unterstützung basiert“, so Ruthe weiter.

Torgelows militärische Tradition und Zukunft

Bürgermeisterin Kerstin Pukallus betonte in ihrer Ansprache die historische Verwurzelung der Soldaten in der Stadt. „Torgelow hat eine lange militärische Geschichte. Wo heute moderne Jäger ausgebildet werden, wurde über Jahrzehnte Stadtgeschichte geschrieben. Die Systeme wechselten, aber nicht die tiefe Verwurzelung der Soldaten mit unserer Stadt“, sagte Pukallus.

Sie wünschte den Soldaten, stets gesund an ihren Standort in Torgelow zurückzukehren. Das Gelöbnis sei ein weithin sichtbarer Akt des gegenseitigen Vertrauens zwischen Stadt und Militär.

Ausbildung und Perspektiven der Rekruten

Die 42 Rekruten und zwei Rekrutinnen absolvieren derzeit in Torgelow ihre Basisausbildung, die sich aus drei Monaten Grundausbildung und drei Monaten Spezialgrundausbildung zusammensetzt. Im Anschluss gehen die jungen Soldaten zu weiteren Lehrgängen im gesamten Bundesgebiet.

Für den Tag der Vereidigung verabschiedeten die Kompaniechefs ihre 44 Rekruten mit den Worten in ein freies Wochenende: „Wir erwarten Sie am Montag fit, gesund und bereit zum Dienst zurück.“ Bevor die Angehörigen ihre Rekruten in Empfang nahmen, wurden zahlreiche Erinnerungsfotos gemacht, die diesen besonderen Moment festhalten.

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