In der aktuellen Ausgabe der Leserbriefe an die Berliner Morgenpost vom 1. Juni 2026 stehen Themen wie die Randbebauung des Tempelhofer Felds, der innerparteiliche Disput in der CSU, die riskante Diplomatie der USA gegenüber dem Iran und die potenzielle Kanzlerkandidatur von Hendrik Wüst im Fokus. Die Leserinnen und Leser äußern sich kritisch und fordern mehr Ernsthaftigkeit von der Politik.
Tempelhofer Feld: Hausaufgaben zuerst
Daniela Dicker aus Berlin kommentiert den Artikel „Bezirke kassieren lieber bei Falschparkern als bei Mietverstößen“ und stellt klar, dass die Diskussion um die Randbebauung des Tempelhofer Felds verfrüht sei. Sie fordert die Politik auf, zunächst dringende Probleme anzugehen: Wohnungsmissbrauch stoppen, Umwidmungen von Wohnraum in Praxen beenden und Leerstand ahnden. Zudem erinnert sie an die Idee, eingeschossige Discounter und Supermärkte zu überbauen. Ihr Appell: „Macht endlich Eure Hausaufgaben, bevor Ihr Euch am Tempelhofer Feld vergreift.“
CSU: Webers Brandbrief und Söders Ernsthaftigkeit
Alfred Kastner aus München bezieht sich auf den Artikel über Markus Söder und lobt den Pfingstbrief von Manfred Weber. Er wünscht sich einen „heiligen Geist der politischen Erleuchtung“ und sieht Weber als idealen Bundeskanzler. Kastner kritisiert die Ära Merkel als „Dämmerschlaf“ und fordert mehr Ernsthaftigkeit von Söder. Er bemängelt die Darstellung von Politik über Instagram und die Fokussierung der Medien auf Feierkultur statt auf ernste Themen.
Iran: Geschichte wiederholt sich
Josef F. Draxinger aus Berlin kommentiert den Artikel über die US-Schläge gegen den Iran. Er zieht Parallelen zum Vietnamkrieg, in dem die USA trotz konventioneller Überlegenheit scheiterten. Heute zeichneten sich ähnliche Entwicklungen ab – die USA hätten aus der Geschichte nichts gelernt.
Kanzlerkandidatur: Merz vs. Wüst
Wilfried Mommert aus Berlin äußert sich zum Artikel über Hendrik Wüst als Kanzler im Wartestand. Er sieht Friedrich Merz als Mann von gestern, der innenpolitisch unbequeme Probleme angehe und außenpolitisch klare Worte gegenüber Trump finde. Wüst hingegen sei ein „Gymnasiallehrer- und Sparkassen-Mensch“, der im Oval Office nicht bestehen könne. Mommert verweist auf Landtagswahlergebnisse aus Nordrhein-Westfalen und die schwächelnde SPD. Die Frage nach dem Umgang mit der AfD bleibe offen.
Die Leserbriefe spiegeln die Vielfalt der Meinungen wider und fordern die Politik zu mehr Tatkraft und Ernsthaftigkeit auf.



