AfD-Vorstand in Telefonkrisenkonferenz: Filz-Vorwürfe erschüttern die Partei
AfD in Telefonkrisenkonferenz zu Filz-Vorwürfen

AfD in der Krise: Bundesvorstand berät über Filz-Vorwürfe in Telefonkonferenz

Die AfD steht vor einer schweren internen Prüfung. Am Montag um 8 Uhr schaltete sich der Bundesvorstand der Rechtsaußen-Partei zu einer dringenden Telefonkonferenz zusammen, um über die anhaltenden Filz-Vorwürfe zu beraten, die die gesamte Partei erschüttern. Die Landesvorstände aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hatten in dieser Sitzung die Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu rechtfertigen, dass Familienangehörige von AfD-Politikern reihenweise Jobs bei Parteikollegen erhalten – finanziert mit Steuergeldern.

Interne Anschuldigungen und fehlende Selbstkritik

Die AfD-EU-Abgeordnete Anja Arndt (60) hat in einem Brandbrief dem niedersächsischen Landesvorstand sogar ein Posten-Kartell und ein Terror-Regime vorgeworfen, was die Spannungen weiter anheizt. In Sachsen-Anhalt hingegen sieht man sich als Opfer einer Kampagne vor den anstehenden Landtagswahlen im September und spielt die Vorwürfe herunter, nach dem Motto: „Was nicht verboten ist, ist erlaubt.“ Selbstkritik bleibt dabei aus, was die interne Lage verschärft.

Nach Informationen sollen Parteijuristen nun abschließend klären, wie die Rechtslage in den einzelnen Bundesländern bei der Beschäftigung von Familienangehörigen aussieht. Nächste Woche werden Vertreter des Niedersachsen-Landesverbands persönlich vorsprechen, um das Durcheinander in ihren Reihen zu erklären. Zudem befürwortet der Bundesvorstand den Ausschluss des Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt (34) aus der Partei, dem vorgeworfen wird, Mitarbeiter seiner Firma zum Schein in seinem Bundestagsbüro beschäftigt zu haben. Schmidt hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und stattdessen Vetternwirtschaft bei seinen Parteikollegen in Sachsen-Anhalt angeprangert.

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Externe Kritik und interne Unruhe

Kritik kommt auch von außen: CDU-Parlamentsgeschäftsführer Hendrik Hoppenstedt (52) äußerte sich gegenüber Medien und sagte: „Die AfD ist durchzogen von einer unglaublichen Doppelmoral. Angeblich im Interesse des deutschen Volkes unterwegs, versündigen sie sich in Wahrheit an den Steuerzahlern.“ Innerhalb der Partei brodelt es gewaltig. Abgeordnete erwarten von den Parteichefs Alice Weidel (47) und Tino Chrupalla (50) mehr Führung und eine geschlossene Front. Bislang hält sich Weidel zurück, während Chrupalla in einer öffentlichen Sendung sogar die eigenen Leute kritisierte, was bei vielen AfD-Abgeordneten für Irritation sorgt.

Ein Bundesvorstandsmitglied kommentierte die Situation mit den Worten: „Wir sind mit dem Anspruch angetreten, es besser zu machen als die anderen Parteien. Dem werden wir aktuell nicht gerecht.“ Brisant ist, dass Parteichef Tino Chrupalla bei der Telefonkonferenz nicht anwesend war und Alice Weidel früher aus der Sitzung gehen musste, was Fragen zur internen Koordination aufwirft. Die Filz-Vorwürfe drohen, das Vertrauen in die Partei weiter zu untergraben, während die interne Krise an Schärfe gewinnt.

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