Winterdienst-Kritik in Mönkebude: Gremium sucht Lösung für spiegelglatte Straßen
Der Eisregen und das anhaltend frostige Wetter haben die Gemeindearbeiter in Mönkebude in den vergangenen Wochen stark beschäftigt. Dennoch mehren sich kritische Stimmen aus der Bevölkerung, die auf unzureichende Räum- und Streumaßnahmen hinweisen. Diese Beschwerden werden nun auf politischer Ebene aufgegriffen und intensiv diskutiert.
Tagelang spiegelglatte Straßen sorgen für Unmut
Laut einer offiziellen Vorlage für den zuständigen Ausschuss waren zahlreiche Straßen in Mönkebude über Tage hinweg spiegelglatt, ohne dass ein ausreichender Winterdienst erfolgte. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes hat diesen bedenklichen Zustand persönlich bestätigt und festgestellt, dass erst nach expliziter Intervention durch die Behörde Kreuzungsbereiche – wie beispielsweise die Einfahrt zum Hafen und Strand – gestreut wurden. Zudem verfügt die Gemeinde aktuell nicht über ausreichende Mengen an Streumitteln, was die Situation zusätzlich verschärft.
Gesetzliche Verpflichtungen und finanzielle Engpässe
Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass der Winterdienst eine gesetzliche Pflichtaufgabe darstellt, die nicht vernachlässigt werden darf. Allerdings werden in Mönkebude seit einigen Jahren privatrechtliche Winterdienstvereinbarungen angeboten, die von etwa vierzig Vertragspartnern genutzt werden. Für diese Dienstleistungen ist die Gemeinde gesetzlich nicht zuständig, was jedoch nicht von ihrer grundlegenden Verantwortung entbindet. Aufgrund der defizitären Haushaltslage rät die Verwaltung ausdrücklich von einer komplett gebührenfreien Variante ab und betont die Notwendigkeit einer nachhaltigen Finanzierung.
Suche nach einer passenden Lösung im Bauausschuss
Über verschiedene Optionen für eine zukünftige Straßenreinigungssatzung soll nun im Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Bau, Verkehr und Umwelt beraten werden. Die Sitzung findet am Dienstag, dem 24. Februar, ab 18.30 Uhr im Haus des Gastes, Am Kamp 13, in Mönkebude statt. Ziel ist es, eine tragfähige Lösung zu finden, die sowohl die Verkehrssicherheit gewährleistet als auch die finanziellen Rahmenbedingungen der Gemeinde berücksichtigt. Die Diskussion wird voraussichtlich auch alternative Modelle und mögliche Kooperationen mit privaten Anbietern umfassen, um langfristig eine zuverlässige Winterdienstversorgung sicherzustellen.



