Flaggen-Skandal-Politikerin erhält neuen Job in Rostock trotz Einstellungsstopp
Neuer Job für Politikerin mit Flaggen-Skandal in Rostock

Politikerin mit Flaggen-Eklat erhält neuen Posten in Rostocker Rathaus

Die frühere Gleichstellungsbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Wenke Brüdgam von der Partei Die Linke, hat trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens wegen des Entfernens von Deutschland-Flaggen einen neuen Arbeitsplatz in der Rostocker Stadtverwaltung erhalten. Die 41-jährige Politikerin, die nach dem Flaggen-Skandal auf Druck des Koalitionspartners SPD von ihrem Amt als Gleichstellungsbeauftragte zurücktrat, arbeitet seit Beginn des Monats im Büro von Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger, ebenfalls von den Linken.

Skandal um Deutschland-Flaggen als "Dinger"

Der Eklat, der bundesweit für Aufsehen sorgte, ereignete sich Ende des Jahres 2025. In einem mittlerweile gelöschten Social-Media-Post präsentierte sich Brüdgam mit einer zerknüllten Deutschland-Fahne in den Händen und gab an, auf dem Weg zu einer Mitgliederversammlung "diese Dinger hier" entdeckt und abgerissen zu haben. Die Äußerung löste eine Welle der Empörung aus und führte zu zahlreichen Rücktrittsforderungen. Am 5. Dezember 2025 trat Brüdgam schließlich von ihrer Position als Gleichstellungsbeauftragte des Landes zurück.

Neue Stelle als Koordinatorin für Ehrenamt

Nun hat Brüdgam eine neue Funktion als Koordinatorin für das Ehrenamt im Büro der Oberbürgermeisterin übernommen. Diese Entwicklung ist besonders brisant, da in der Rostocker Stadtverwaltung aufgrund einer Haushaltssperre eigentlich ein strikter Einstellungsstopp gilt. Die CDU-Fraktion in der Rostocker Bürgerschaft übt scharfe Kritik an dieser Personalentscheidung.

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Kritik der Opposition an Stellenvergabe

Chris Günther, Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Rostocker Bürgerschaft, äußert sich deutlich: "Während wir den Bürgerinnen und Bürgern erklären müssen, dass wegen der Haushaltssperre kein einziger zusätzlicher Euro ausgegeben werden kann, zaubert das Rathaus plötzlich eine maßgeschneiderte Stelle aus dem Hut, und zufällig landet darauf eine Parteifreundin der Oberbürgermeisterin." Günther betont weiter: "Dass jemand, der Hoheitszeichen wie die Deutschland-Flagge eigenmächtig entfernt hat, nun ausgerechnet im Büro der Oberbürgermeisterin eine repräsentative Aufgabe erhält, ist ein Hohn für alle, die sich rechtsstaatlich verhalten."

Fragen zur Glaubwürdigkeit der Verwaltung

Die CDU-Politikerin sieht durch diese Personalentscheidung die Glaubwürdigkeit der gesamten Stadtverwaltung untergraben. "Für eine Funktionärin, die gerade wegen eines laufenden Ermittlungsverfahrens in den Schlagzeilen steht, wird die Verwaltung plötzlich erstaunlich kreativ", so Günther. "Offenbar gilt der Stellenstopp nur für normale Beschäftigte, nicht für gut vernetzte Parteikader." Das Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Stralsund wegen des Flaggen-Eklats ist weiterhin anhängig, während Brüdgam ihre neue Tätigkeit in der Rostocker Stadtverwaltung aufgenommen hat.

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