Sandra Nachtweih tauscht Landtagskandidatur gegen Vize-Bürgermeisterposten in Brandenburg
Nachtweih: Vize-Bürgermeisterin statt Landtagskandidatur

Politischer Wechsel: Sandra Nachtweih wird Vizebürgermeisterin in Prenzlau

Die Personalie war beim Jahresempfang des Landkreises in Wolgast das beherrschende Thema: Sandra Nachtweih, Kreistagspräsidentin von Vorpommern-Greifswald und Mitglied der CDU, wird aller Voraussicht nach zur ersten Beigeordneten von Bürgermeister Marek Wöller-Beetz in Prenzlau gewählt. Dieser Schritt bedeutet einen bedeutenden beruflichen Wechsel für die erfahrene Politikerin, die bisher in ihrer Heimatregion Vorpommern zahlreiche verantwortungsvolle Positionen innehatte.

Landtagskandidatur wird aufgegeben

Die größte unmittelbare Auswirkung dieses Wechsels zeigt sich in Pasewalk, wo Sandra Nachtweih als CDU-Direktkandidatin für die Landtagswahl 2026 nominiert war. Auf Nachfrage des Nordkuriers bestätigte Nachtweih, dass sie dieses Mandat nicht mehr anstreben wird, sobald ihre Wahl zur Beigeordneten in Prenzlau bestätigt ist. „Das gehöre sich so“, betonte die Politikerin und kündigte an, dies auch den Wählern klar zu kommunizieren.

Damit ist ausgeschlossen, dass sie ein halbes Jahr nach Antritt ihres neuen Amtes in Prenzlau möglicherweise doch noch in den Schweriner Landtag einziehen könnte. Für die CDU bedeutet dieser Rückzug einen spürbaren Dämpfer für die anstehende Wahl. Nachtweih geht davon aus, dass ihre Partei in den kommenden Wochen eine neue Nominierungsveranstaltung einberufen und für den Wahlkreis Pasewalk einen neuen Kandidaten aufstellen wird.

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Neue Herausforderungen in der Prenzlauer Verwaltung

Für Sandra Nachtweih selbst eröffnen sich mit dem Wechsel nach Brandenburg völlig neue berufliche Perspektiven. „Fragen wie Stadtentwicklung, Feuerwehr und Ordnungsamt kenne ich noch durchaus aus meiner Bürgermeisterzeit in Pasewalk“, bekräftigte die erfahrene Kommunalpolitikerin. Allerdings gesteht sie ein, dass das Thema Forstwirtschaft, mit dem sie sich in Prenzlau aufgrund des städtischen Waldbesitzes befassen muss, ein komplett neues Feld für sie darstellt.

Diesen neuen Herausforderungen will sich die Vorpommerin mit Elan stellen. Ihre bisherige Karriere umfasste unter anderem das Amt der Pasewalker Bürgermeisterin, die Tätigkeit als Wirtschaftsförderin für die Region Vorpommern und ihre aktuelle Position als Kreistagspräsidentin – Erfahrungen, die sie nun in ihrer neuen Rolle einbringen kann.

Zukunft der politischen Ehrenämter in Vorpommern

Eine zentrale Frage bleibt, wie viel Zeit nach dem Wechsel nach Brandenburg noch für ihre zahlreichen Ehrenämter und politischen Posten in Vorpommern bleibt. Hier möchte sich Nachtweih aktuell nicht vollständig festlegen. „Letztendlich wird sich zeigen, welcher Zeitaufwand die Arbeit mit sich bringt und wie viel dann noch fürs Ehrenamt in der Freizeit übrig bleibt“, erklärt sie pragmatisch.

Zunächst plant sie, weiterhin im Kreistag aktiv zu bleiben und auch die Position als Kreistagspräsidentin auszuüben. Ob diese Doppelbelastung auf lange Sicht tragbar ist, möchte die Politikerin derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Ebenfalls beibehalten will sie ihren Vorstand im Landesmedienausschuss bis zum Ende der Amtszeit im kommenden Jahr.

Der Wechsel von Sandra Nachtweih markiert somit nicht nur einen persönlichen Karriereschritt, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf die politische Landschaft in Vorpommern. Während die CDU sich auf die Suche nach einem neuen Landtagskandidaten machen muss, gewinnt Prenzlau eine erfahrene Kommunalpolitikerin mit breitem Erfahrungsschatz.

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