Die Berliner CDU-Fraktion macht sich für die Einführung von Zugangssperren in der U-Bahn stark. In einem Antrag an den Senat, der auf der Klausurtagung in Stromberg (Rheinland-Pfalz) beschlossen wurde, heißt es: „Das langfristige Ziel ist der Aufbau eines durchgängig modernisierten, automatisierten und geschlossenen U-Bahn-Systems.“
Test auf den Linien U5, U7 und U8
Zunächst sollen die Sperren auf den Linien U5, U7 und U8 erprobt werden. „Ein geschlossenes U-Bahn-System mit Zugangssperren bietet zahlreiche Vorteile für Fahrgäste, Verkehrsbetriebe und die öffentliche Sicherheit“, argumentiert die CDU-Fraktion. Später sollen weitere Linien folgen.
Mehr Sicherheit und Sauberkeit
CDU-Fraktionschef Dirk Stettner sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir wollen die Berliner U-Bahn sicherer, sauberer und verlässlicher machen. Ein geschlossenes U-Bahn-System mit kontrollierten Zugängen kann dazu beitragen, Schwarzfahren zu erschweren, Vandalismus zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste spürbar zu stärken.“
Nach den Vorstellungen der CDU sollen U-Bahnsteige nur noch mit gültigem Fahrschein betreten werden können. „Dadurch steigen die Fahrgeldeinnahmen und es müssen weniger Ressourcen für aufwendige Fahrscheinkontrollen eingesetzt werden“, so die Abgeordneten. Auch Sauberkeit und Ordnung würden profitieren.
Digitale Zukunft
Ein geschlossenes System sei zudem die Grundlage für künftige digitale Tarifmodelle. „Fahrgäste können beispielsweise automatisch nach tatsächlich gefahrenen Strecken abrechnen“, argumentieren die Parlamentarier. Sie sprechen sich für eine umfassende technologische Modernisierung der Berliner U-Bahn aus, darunter KI-gestützte Analysen von Fahrgastströmen und sicherheitsrelevanten Situationen.



