CDU löscht Wahlkampf-Video nach Kritik aus Pro-Palästina-Szene
CDU löscht Wahlkampf-Video nach Kritik

Die Berliner CDU hat ihr Wahlkampf-Video „Berlin wird“ nach heftiger Kritik aus der pro-palästinensischen Szene gelöscht. Der Spot, der ursprünglich auf YouTube und anderen Plattformen veröffentlicht wurde, sei inzwischen offline genommen worden, bestätigte ein Parteisprecher am Samstag. Das Video war unter dem Motto „Berlin wird – den Judenhassern wirklich die Stirn bieten“ gestartet und stieß auf breite Ablehnung.

Vorwürfe der Islamfeindlichkeit und Polarisierung

In dem Video war unter anderem eine Szene zu sehen, in der eine Frau mit Kopftuch als Bedrohung dargestellt wurde. Kritiker warfen der CDU vor, mit dem Spot bewusst Ängste zu schüren und gegen Muslime zu hetzen. Die Partei wies dies zurück und betonte, es gehe um die Bekämpfung von Antisemitismus. „Wir wollen klarstellen, dass wir uns gegen jede Form von Judenhass stellen“, sagte ein CDU-Sprecher. Dennoch entschied man sich zur Löschung, nachdem die Diskussion in den sozialen Medien eskaliert war.

Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Die Berliner SPD kritisierte das Video scharf. „Die CDU versucht, mit billigen Mitteln Wahlkampf zu machen und spaltet damit die Gesellschaft“, so ein Sprecher. Auch der Antisemitismusbeauftragte des Landes Berlin, Samuel Salzborn, äußerte sich: „Antisemitismusbekämpfung darf nicht instrumentalisiert werden, um gegen andere Gruppen zu hetzen.“ Die CDU hingegen betonte, man habe das Video aus freien Stücken zurückgezogen, um weiteren Schaden von der Partei abzuwenden.

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Hintergrund des Wahlkampfs

Die Berliner CDU hatte das Video im Rahmen ihrer Kampagne für die Abgeordnetenhauswahl 2026 produziert. Der Slogan „Berlin wird“ sollte positive Veränderungen signalisieren. Doch die Kontroverse um den Spot überschattet nun den Wahlkampf. Laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen liegt die CDU in Berlin aktuell bei 22 Prozent, knapp hinter der SPD mit 24 Prozent. Die Partei hofft, durch die Löschung die Wogen zu glätten und sich wieder auf inhaltliche Themen konzentrieren zu können.

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