Die Berliner CDU hat Kai Wegner offiziell als ihren Spitzenkandidaten für die bevorstehende Abgeordnetenhauswahl nominiert. Auf einem Landesparteitag im Berliner Bezirk Neukölln stimmte eine überwältigende Mehrheit der Delegierten für den CDU-Landesvorsitzenden und amtierenden Regierenden Bürgermeister. Bei der geheimen Wahl entfielen auf ihn 252 der 272 abgegebenen Stimmen, was einem Anteil von 92,6 Prozent entspricht.
Überraschende Gegenkandidatur
Zuvor hatte Wolfram Wickert, ein Delegierter aus dem Kreisverband Mitte, überraschend seine Gegenkandidatur erklärt. Er begründete diesen Schritt damit, dass die CDU einen anderen Spitzenkandidaten benötige. Die Neuwahl des Berliner Abgeordnetenhauses ist für den 20. September angesetzt.
Wegner strebt Verbleib im Roten Rathaus an
In seiner mehr als einstündigen, kämpferischen Rede betonte der 53-jährige Wegner die Erfolge der schwarz-roten Regierungspolitik und machte deutlich, dass er auch nach der Wahl die Regierung anführen möchte. Bei der letzten Abgeordnetenhauswahl im Februar 2023 hatte die CDU unter seiner Führung mit 28,2 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis erzielt und war mit Abstand stärkste Kraft geworden.
Aktuelle Umfragen zeigen jedoch einen deutlichen Rückgang der Zustimmung für die CDU, die nur noch bei 19 bis 20 Prozent liegt. In den vergangenen Monaten stand Wegner auch innerhalb seiner eigenen Partei zunehmend in der Kritik. Dennoch gelang es ihm, sich auf dem Parteitag mit einem starken Ergebnis als Spitzenkandidat durchzusetzen.



