Berlin. Vor dem Kanzleramt versammelten sich am Samstag Demonstranten, um gegen die unkontrollierte Nutzung Künstlicher Intelligenz zu protestieren. Unter dem Motto „Unser Datengold landet in der KI und wir wissen nicht, wie es genutzt wird“ machten Kreative, Sprecher und IT-Experten ihrem Unmut Luft. Sie fordern strengere Regulierung und mehr Transparenz im Umgang mit persönlichen Daten.
Breite Unterstützung für die Demo
Die Veranstaltung zog mehrere hundert Teilnehmer an, die aus verschiedenen Branchen kamen. Viele von ihnen berichteten von konkreten Auswirkungen der KI auf ihre Arbeitsplätze. Ein Grafikdesigner erklärte, dass seine Arbeit zunehmend durch generative KI ersetzt werde, während ein Synchronsprecher beklagte, dass seine Stimme ohne sein Wissen für KI-Training genutzt worden sei.
Forderungen der Demonstranten
Die Demonstranten überreichten eine Liste mit Forderungen an die Bundesregierung. Dazu gehören ein Verbot von KI-gestützter Überwachung am Arbeitsplatz, ein Recht auf Löschung aller für KI-Training verwendeten Daten sowie ein gesetzlicher Rahmen, der die Nutzung von Daten für KI-Modelle transparent macht. „Wir wollen nicht, dass unsere Arbeit und unsere Daten ohne Kontrolle in KI-Systemen landen“, sagte eine Sprecherin der Initiative.
Experten warnen vor unkontrollierter KI
IT-Experten unterstützten die Proteste und wiesen auf die Risiken hin. „Viele Unternehmen nutzen KI, ohne die rechtlichen und ethischen Implikationen zu bedenken“, sagte ein Professor für Informatik, der an der Demo teilnahm. Er forderte eine breite gesellschaftliche Debatte über den Einsatz von KI.
Reaktionen aus der Politik
Ein Sprecher des Bundeskanzleramts nahm die Forderungen entgegen und versprach, sie zu prüfen. „Die Bundesregierung erkennt die Bedeutung des Themas an und wird sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI einsetzen“, hieß es in einer Stellungnahme. Konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht angekündigt.
Die Demo verlief friedlich. Die Organisatoren kündigten an, den Druck auf die Politik aufrechtzuerhalten und weitere Aktionen zu planen. „Wir werden nicht nachlassen, bis unsere Daten geschützt sind“, so ein Sprecher.



