Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Frau Palla, hat in einem Interview mit dem Tagesspiegel die anhaltenden Probleme bei der Pünktlichkeit und den Zugausfällen thematisiert. Sie räumte ein, dass das derzeitige Niveau an Baustellen beispiellos sei und kaum noch gesteigert werden könne. „Wir haben jetzt ein Niveau an Baustellen, das wir fast nicht mehr toppen können“, sagte Palla. Die Ursachen seien vielfältig: Neben den vielen Baustellen spiele auch die veraltete Infrastruktur eine große Rolle.
Herausforderungen und Lösungsansätze
Um die Pünktlichkeit zu verbessern, setzt die Bahnchefin auf neue Leistungsanreize für die Belegschaft. Diese sollen die Mitarbeiter motivieren, sich noch stärker für einen reibungslosen Betrieb einzusetzen. „Wir müssen Anreize schaffen, damit unsere Teams noch engagierter arbeiten“, erklärte Palla. Gleichzeitig betonte sie, dass die Modernisierung der Schieneninfrastruktur oberste Priorität habe. Die Bahn investiere massiv in die Sanierung von Strecken und Bahnhöfen, doch diese Maßnahmen führten kurzfristig zu weiteren Einschränkungen.
Persönliche Erfahrungen der Bahnchefin
Auf die Frage, wann sie zuletzt selbst mit der Bahn gefahren sei, antwortete Palla: „Vergangenen Mittwoch.“ Sie wolle die Probleme aus erster Hand kennenlernen und zeige sich solidarisch mit den Fahrgästen. Die Erfahrungen aus ihren eigenen Fahrten flössen direkt in die Entscheidungsprozesse ein.
Die Deutsche Bahn steht seit Jahren in der Kritik wegen Verspätungen und Zugausfällen. Mit den neuen Maßnahmen hofft Palla, die Zuverlässigkeit schrittweise zu erhöhen. „Es wird nicht von heute auf morgen perfekt sein, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran“, so die Vorstandsvorsitzende abschließend.



