Jatznick: Tante-Enso-Laden verzögert sich trotz Bürgerinvestitionen durch Löschwasserproblem
Tante-Enso-Laden in Jatznick durch Löschwasserproblem verzögert

Jatznick: Tante-Enso-Laden verzögert sich trotz Bürgerinvestitionen durch Löschwasserproblem

In Jatznick soll ein neuer Tante-Enso-Laden entstehen, um die Einkaufsmöglichkeiten im Ort zu verbessern. Mehr als 400 Einwohner haben dieses Vorhaben bereits durch den Kauf von Genossenschaftsanteilen unterstützt. Doch der Bau verzögert sich, da die Gemeinde noch nach einer Lösung für ein spezifisches Problem sucht: die Löschwasserversorgung.

Bürgerengagement für den neuen Laden

Bereits im Oktober 2023 entschieden sich die Jatznicker für den Bau einer Verkaufsstelle. Insgesamt 445 Einwohner kauften Genossenschaftsanteile zu je 100 Euro, um das Projekt zu unterstützen. Der geplante Tante-Enso-Laden soll rund um die Uhr geöffnet haben, nur zeitweise mit Personal besetzt sein und Preise ähnlich wie bei Edeka bieten. Der Standort an der Jatznicker Hauptstraße ist bereits vorbereitet, nachdem die alte Kaufhalle abgerissen wurde. Nach aktuellen Plänen könnte der Laden bis 2027 durch einen Investor errichtet werden.

Herausforderung bei der Löschwasserversorgung

Bevor der Tante-Enso-Laden öffnen kann, müssen jedoch mehrere Dinge geklärt sein. Eine der größten Herausforderungen ist die Löschwasserversorgung. Die bisher vorhandene Versorgung auf der anderen Straßenseite ist nicht ausreichend und darf nur im Ernstfall genutzt werden. Daher ließ die Gemeinde durch die Firma Mele aus Torgelow neben der Baufläche bohren – bis in 90 Meter Tiefe. Leider wurde dabei kein Wasser gefunden, das für einen Löschwasserbrunnen genutzt werden könnte.

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Mögliche Alternativen und nächste Schritte

Die Gemeinde sucht nun nach Alternativen. Eine Möglichkeit könnte ein Löschwasserkissen sein, wie es bereits im Jatznicker Ortsteil Klein Luckow existiert. Ein solches Kissen fasst 100.000 Liter Wasser und wäre frostsicher, sodass der Brandschutz gewährleistet wäre. Allerdings gibt es ästhetische Bedenken: Bürgermeister Frank Schulz merkte an, dass ein Löschwasserkissen in der Dorfmitte nicht besonders schön aussehen würde. Vielleicht könnte es hinter einer Bepflanzung versteckt werden. Die Gemeinde prüft weiterhin Lösungen für den Brandschutz.

Bürgermeister Schulz hofft auf einen ersten Spatenstich im Herbst. Er betonte, dass eine größere Einkaufsstelle in Jatznick dringend benötigt wird. Aktuell gibt es neben einer Bäckerei, einer Physiotherapie und einer Allianz-Filiale nicht mehr viele Angebote. Auch Gaststätten fehlen im Dorf. Der Tante-Enso-Laden könnte diese Lücke schließen und die Lebensqualität der Einwohner verbessern.

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