Mobilfunk-Messwoche: Bundesregierung ruft zum Netztest auf
Mobilfunk-Messwoche: Bundesregierung ruft zum Netztest auf

Das Bundesdigitalministerium und die Bundesnetzagentur starten ab heute die einwöchige Mitmachaktion „#CheckDeinNetz“. Handynutzer in ganz Deutschland sind aufgerufen, mit der App „Mobilfunk Check“ Funklöcher zu melden. Ziel ist es, Behörden und Netzbetreibern einen besseren Überblick über schwache Stellen in den Mobilfunknetzen zu verschaffen.

App „Mobilfunk Check“: So funktioniert die Messwoche

Die App ist kostenlos für Android und iOS erhältlich und wird seit 2018 von der Bundesnetzagentur betrieben. Die gesammelten Daten fließen in die offizielle Funklochkarte ein, die die Mobilfunkqualität in Deutschland visualisiert. Die Bundesnetzagentur betont, dass alle Daten anonymisiert werden, um die Erstellung von Bewegungsprofilen auszuschließen.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 150.000 Nutzer an der Messwoche. Auch außerhalb der Aktionswoche können jederzeit Messungen über die App gemeldet werden. Während der Messwoche steigt die Zahl der Tests jedoch deutlich an, wie die Erfahrung aus dem Vorjahr zeigt.

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Aktuelle Funkloch-Daten: 2G fehlt auf 0,22 Prozent der Fläche

Laut Bundesnetzagentur gibt es in Deutschland auf 0,22 Prozent der Fläche noch Funklöcher, in denen keines der drei etablierten Netze von Telekom, Vodafone und O2 über den alten 2G-Standard (GSM) erreichbar ist. Auf 2,21 Prozent der Fläche ist 4G (LTE) nicht empfangbar. Die Daten stammen vom Dezember 2025.

Betrachtet man die Netzbetreiber einzeln, erreicht die Telekom 1,2 Prozent der Landesfläche nicht mit 2G, 7,5 Prozent nicht mit 4G und 12,1 Prozent nicht mit 5G. Die Werte von Vodafone und O2 sind schlechter. Dennoch hat sich die Abdeckung in den vergangenen Jahren schrittweise verbessert.

Minister Wildberger: „Wir müssen noch besser werden“

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte: „Mit der Mobilfunkmesswoche starten wir den großen Netztest. Wir sind schon gut – aber wir müssen noch besser werden. Wo und wie, dabei helfen uns die Menschen in Deutschland mit ihren Messungen.“ Er appellierte an die Netzbetreiber, „ihre guten Netze mithilfe der gewonnenen Daten noch besser zu machen“.

Bundesnetzagentur-Vizepräsidentin Daniela Brönstrup ergänzte: „Wenn viele Menschen unsere App Mobilfunk-Check nutzen, erhalten wir mehr Daten über die Mobilversorgung überall in Deutschland. Mit den Ergebnissen können wir die Situation vor Ort besser bewerten – damit helfen alle mit, eine möglichst optimale Mobilfunkversorgung zu erreichen.“

Netzbetreiber: Eigene Messungen ergänzen die Aktion

Die Mobilfunk-Netzbetreiber weisen darauf hin, dass sie selbst umfangreiche Messungen durchführen. Vodafone-Deutschland-Technikchef Fabrizio Rocchio erklärte: „Neben den üblichen Echtzeit-Checks am Computer sind wir täglich mit Messfahrzeugen in vielen Städten und Landkreisen unterwegs, um vor Ort Abdeckung und Qualität zu prüfen. So erkennen wir schnell Nachbesserungsbedarf. Auch Hinweise von Kunden sowie Kommunen helfen uns. Wir freuen uns auf neue Impulse aus der Mobilfunkmesswoche.“

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