Washington – US-Präsident Donald Trump (80) hat bisher kein einziges der 76 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 besucht, obwohl die USA einer der Hauptgastgeber sind. Geplant ist lediglich seine Teilnahme am Finale am 19. Juli nahe New York, wo er gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) den Siegerpokal überreichen will. Das Weiße Haus gab keine offizielle Erklärung für Trumps Fernbleiben ab.
Spekulationen um Trumps WM-Abstinenz
Beobachter vermuten, dass Trump nur die größtmögliche Bühne nutzen möchte – das Finale. Besuche bei anderen Spielen könnten ihm zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit bringen. Es kursieren jedoch auch Spekulationen, dass Trump möglichen Pfeifkonzerten aus dem Weg gehen will. Bereits beim Besuch des NBA-Finales in New York hatten sich Buh-Rufe in den Applaus gemischt.
Dabei schwärmt Trump öffentlich von der WM. Er bezeichnete sie als „größtes Turnier aller Zeiten“ mit Rekord-Ticketverkäufen und Top-TV-Quoten. In typisch bombastischer Manier fügte er hinzu: „Alles ist ein Rekord. Das ist so, als gäbe es jeden Tag einen Super Bowl!“ Allerdings erwähnte er die WM auf seiner Plattform Truth Social bisher nur sechsmal.
US-Nationalmannschaft und Politik
Den Erfolg der eigenen Nationalmannschaft bewertete Trump als „großartig“, obwohl er alle drei bisherigen Spiele des US-Teams verpasste. Das Team selbst hielt sich aus der Politik heraus. Mannschaftskapitän Christian Pulisic (27) geriet allerdings einmal in die Kritik, weil er nach einem Tor den „Trump-Tanz“ imitierte. Pulisic sprach von einem „unpolitischen Spaß“.
FIFA-Präsident Infantino hatte Trump bereits vor der WM diplomatisch eingebunden: Er ließ den US-Präsidenten den WM-Pokal halten, worauf Trump scherzte, er wolle ihn behalten. Zudem erhielt Trump einen eigens geschaffenen FIFA-Friedenspreis.
Fans profitieren von Trumps Abwesenheit
Dass Trump den Stadien fernbleibt, dürfte viele Fans freuen: Ihnen bleiben die bei Präsidentenbesuchen üblichen extremen Sicherheitsmaßnahmen erspart. Ob Trump seine Meinung noch ändert und weitere Spiele besucht, bleibt abzuwarten. Das Finale am 19. Juli scheint jedoch der einzige fest geplante WM-Termin des Präsidenten zu sein.



