Wer lügt im WM-Zoff? Weißes Haus widerspricht Iran-Vorwürfen!
Der WM-Zoff geht in die nächste Runde. Nach ihrem ersten Gruppenspiel musste die iranische Nationalmannschaft die USA direkt verlassen und ins Trainingslager nach Tijuana (Mexiko) zurückreisen. Kapitän Mehdi Taremi (33) und Trainer Amir Ghalenoei (62) kritisierten die FIFA deshalb scharf. Doch nun wehren sich die USA gegen die Vorwürfe. Der Haupt-Gastgeber der XXL-WM sagt: Das war von Anfang an so geplant.
Andrew Giuliani (40), Geschäftsführer der FIFA-Taskforce des Weißen Hauses, sagte am Dienstag zur Associated Press: „Wir haben deutlich gemacht, dass dies der Ablauf war.“ Dabei behaupten die Iraner genau das Gegenteil. Denn sie hatten nach dem 2:2 gegen Neuseeland in Inglewood bei Los Angeles am Montag erwartet, die Nacht in Kalifornien verbringen zu können. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen ging es nur wenige Stunden später zurück ins Trainingslager nach Mexiko.
Taremi: „Die FIFA sollte uns mehr helfen“
Taremi hatte die FIFA deutlich angegriffen: „Ich denke, das ist nicht gut für den Fußball. Bei einer Weltmeisterschaft musst du dich vernünftig auf das nächste Spiel vorbereiten können. Aber wir bekommen diese Unterstützung nicht. Die FIFA sollte uns mehr helfen.“
Und Irans Nationaltrainer Amir Ghalenoei beklagte: „Nach dem Spiel wurde uns gesagt: Ihr müsst sofort abreisen.“ Und weiter: „Man hat uns aufgefordert, in ein Flugzeug zu steigen und in unser Trainingslager in Tijuana zurückzukehren, und das bereitet uns große Sorgen. Sie zwingen uns, vorzeitig zurückzufahren. Sie machen die Situation immer schwieriger, stellen uns immer mehr Hürden in den Weg, aber wir werden uns nicht davon abhalten lassen, unser Bestes zu geben.“
Medienberichte: Iran plante für Dienstag Regenerationseinheit in Los Angeles
Wie mehrere internationale Medien, darunter der britische „Guardian“, berichten, war für Dienstagvormittag ursprünglich noch eine Regenerationseinheit in Los Angeles geplant. Erst danach sollte die Mannschaft zurück nach Mexiko reisen. Wer lügt im WM-Zoff?
Der Iran und Gastgeber USA befinden sich seit Februar dieses Jahres in einem militärischen Konflikt. Zwar hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt ein Abkommen zwischen beiden Staaten verkündet und von einem diplomatischen Durchbruch gesprochen. Doch viele Details sind weiterhin offen.



