Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt: Jahresbericht 2025 zeigt stabile Islamismus-Gefahr
Verfassungsschutzbericht 2025: Islamismus-Gefahr stabil

Verfassungsschutz stellt Jahresbericht 2025 vor

Am Dienstag, dem 2. Juni 2026, präsentiert der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt seinen Jahresbericht für das Jahr 2025. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) und Behördenleiter Jochen Hollmann werden die Bilanz um 14:00 Uhr in der Kabinettspressekonferenz in Magdeburg vorstellen. Der Bericht gibt einen detaillierten Überblick über die Entwicklung der Extremismus-Lage im Bundesland.

Islamismus: Keine Entspannung in Sicht

Nach Angaben des Innenministeriums blieb das Personenpotenzial im Phänomenbereich Islamismus im vergangenen Jahr konstant. Wie aus dem Bericht hervorgeht, werden erneut rund 400 Menschen dem islamistischen Spektrum zugerechnet. Innenministerin Zieschang erklärte vorab: „Die Zahl der Personen, die dem Islamismus zuzurechnen sind, ist seit mehreren Jahren gleichbleibend.“ Dennoch dürfe dieser Personenkreis keinesfalls aus dem Blick geraten. Besonders von radikalisierten Einzelpersonen gehe weiterhin eine hohe Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus.

Festnahme in Magdeburg als Beispiel

Der Bericht greift unter anderem die Festnahme eines 21 Jahre alten Tadschiken in Magdeburg im Dezember 2025 auf. Nach Ministeriumsangaben hatte der Mann Kontakt zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und signalisierte seine Bereitschaft, einen dschihadistisch motivierten Anschlag zu verüben. Gegen ihn wurde eine Abschiebungsanordnung mit einem unbefristeten Einreise- und Aufenthaltsverbot für den gesamten Schengen-Raum erlassen. Anfang Januar 2026 reiste er kontrolliert in sein Heimatland aus.

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Weitere Extremismusbereiche

Neben dem Islamismus behandelt der Verfassungsschutzbericht auch Entwicklungen in den Bereichen Rechts- und Linksextremismus. Die genauen Zahlen und Analysen werden im Rahmen der Pressekonferenz erwartet. Experten rechnen mit einer differenzierten Betrachtung der jeweiligen Gefährdungslagen.

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