Iran-Krieg: US-Militär greift Tanker an – Netanjahu bestätigt Feuerpause
US-Militär greift Tanker an – Netanjahu bestätigt Feuerpause

US-Militär greift Tanker mit Ziel iranischer Hafen an

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der einen iranischen Hafen ansteuern wollte. Der unbeladene Öltanker habe gegen die US-Blockade von iranischen Häfen verstoßen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Man habe den Maschinen- und Steuerraum des unter der Flagge Palaus fahrenden Schiffes beschossen, nachdem die Besatzung Anweisungen nicht befolgt habe. Das Schiff sei manövrierunfähig.

Das indische Ministerium für Schifffahrt hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Öltanker mit 24 indischen Seeleuten an Bord in Brand geraten sei. Es habe Berichte über ein Feuer auf der „MT Marivex“ gegeben. Nach vorliegenden Informationen seien alle indischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit.

Unweit davon befindet sich die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus, die derzeit de facto durch den Iran blockiert wird. Die USA haben im Iran-Krieg deshalb ihrerseits eine Blockade von iranischen Häfen verhängt. Seit Beginn am 13. April waren laut Centcom sieben Schiffe manövrierunfähig gemacht worden.

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Iranische Behörde hebt Flugverbot wieder auf

Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. „Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden“, sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. Nach neuen gegenseitigen Luftangriffen Israels und des Irans hatte das Land seinen kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen. Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.

Israel ruft zur teilweisen Evakuierung von Tyros im Südlibanon auf

Das israelische Militär ordnet die Evakuierung von Teilen der südlibanesischen Stadt Tyros an. Die Bewohner eines bestimmten Gebiets in der Küstenstadt sollten sich in Sicherheit bringen, teilt die Armee mit. Um welche Stadtteile es sich genau handelt, ist zunächst nicht bekannt. Solchen Warnungen folgen in der Regel Angriffe der israelischen Armee auf Ziele in den betroffenen Gebieten. Tyros liegt am Mittelmeer und ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Israel hat dort in der Vergangenheit Ziele im Rahmen seiner Offensive gegen die radikal-islamische Hisbollah-Miliz angegriffen.

Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanjahu an. „Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um.“

Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanjahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine „neue Gleichung“ aufzuzwingen. „Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schießen und dass wir nicht reagieren.“ Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er.

Israel droht Hisbollah mit Angriffen auf Beirut-Vororte

Israel will nach den Worten seines Verteidigungsministers auf jeden Hisbollah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. „Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels“, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. „Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen“, sagte Katz ferner. „Wir weisen die Drohungen des Iran entschieden zurück.“ Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde „mit großer Härte beantwortet werden.“

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Irak öffnet Luftraum nach Sperrung wieder

Der Irak hat seinen Luftraum nach einer vorübergehenden Sperrung wieder geöffnet. Das teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde am Montag mit. Zuvor hatte die Behörde angekündigt, den Luftraum für 72 Stunden zu schließen, nachdem sich Israel und der Iran erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe am 7. April wieder schwere Gefechte geliefert hatten.

Brand auf indischem Tanker im Persischen Golf

Ein Öltanker mit 24 indischen Seeleuten an Bord ist im Persischen Golf in Brand geraten. Es gebe Berichte über ein Feuer auf der „MT Marivex“, teilte das Ministerium für Schifffahrt in Neu-Delhi mit. Nach vorliegenden Informationen seien jedoch alle indischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit. Angaben zur Ursache des Brands, möglichen Schäden und ob das Schiff Ziel eines Angriffs gewesen sein könnte, wurden zunächst nicht gemacht.

Laut dem Schiffsdatendienst MarineTraffic befand sich der 134,85 Meter lange Tanker nahe der Küste Omans im Persischen Golf. Er fuhr demnach unter der Flagge Palaus. Unweit des Aufenthaltsorts befindet sich die für den weltweiten Handel wichtige Straße von Hormus, die derzeit de facto durch den Iran blockiert wird. Der Tanker habe zum Zeitpunkt des Brands keine Ladung gehabt, berichteten die Zeitung „The Indian Express“ und andere indische Medien unter Berufung auf das Ministerium. Die Hintergründe des Vorfalls würden von den indischen Behörden derzeit untersucht.

Iran meldet 15 Verletzte nach Angriffen

Nach mehreren Angriffswellen auf den Iran und aktiver Luftabwehr sprechen die Rettungsdienste von ersten Verletzten. Bei den jüngsten Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben bislang 15 Menschen verletzt worden. Eine der verletzten Personen sei derzeit noch im Krankenhaus, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Rettungsdienste des Landes. Es gebe bislang keine Toten infolge der Angriffe. 14 der Verletzten stammten demnach aus der für die iranische Petrochemie wichtigen Provinz Chusestan am nördlichen Ende des Persischen Golfes. Einer der Verletzten stamme den Angaben zufolge aus der Hauptstadt Teheran. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Israel will Angriffe offenbar ebenfalls nicht fortsetzen

Auch Israel will nach übereinstimmenden Medienberichten die Angriffe im Konflikt mit dem Iran einstellen. Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: „Auf Wunsch von (US-Präsident Donald) Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein.“ Er habe den Eindruck, „dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt“. Für die Berichte gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Der namentlich nicht genannte Repräsentant sagte laut einem Bericht des Nachrichtenportals „ynet“, man werde die Angriffe im Libanon jedoch „mit voller Intensität fortsetzen“. Sollte die libanesische Hisbollah-Miliz erneut auf den Norden Israels schießen, werde man auch wieder die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen. Ein solcher Angriff am Sonntag hatte neue iranische Raketenangriffe auf Israel ausgelöst. Auch der israelische Kan-Sender berichtete, Israel werde die Angriffe im Iran, nicht aber im Südlibanon stoppen. Am Nachmittag hatte Irans Militärführung die Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Sollten die Kampfhandlungen aber weitergehen, darunter Israels Angriffe im Südlibanon, würden „härtere und vernichtendere Maßnahmen als bisher“ erfolgen, drohte Irans militärisches Hauptquartier Chatam al-Anbjia.

Iran sperrt gesamten Luftraum bis auf weiteres

Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum gesperrt. Das Flugverbot gelte bis auf weiteres, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien gestrichen. Zuvor hatte die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt. Die Sorge ist groß, dass der Konflikt mit Israel erneut eskaliert. Nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel am Sonntag hatte die Militärführung ihre Militäroperationen aber vorerst für beendet erklärt.

Iran erklärt Angriffe für beendet

Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine „schmerzhafte Antwort“ erteilt, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. „Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben.“ Man behalte sich aber neue Angriffe für den Fall vor, dass Israel die Angriffe im Libanon verstärkt.

Hisbollah feuert Raketen auf israelische Soldaten im Libanon

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat mehrere Raketen auf israelische Soldaten im Süden des Libanon gefeuert. Die israelische Armee teilte mit, es seien drei Geschosse identifiziert worden. Ein Teil davon sei abgefangen worden, bevor sie auf israelisches Gebiet fliegen konnten. In mehreren Ortschaften im Norden Israels gab es nach Militärangaben Raketenalarm. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Vor den neuen Hisbollah-Angriffen hatten libanesische Medien über israelische Angriffe im Süden des Libanons berichtet. Am Sonntag hatte die israelische Armee als Reaktion auf Raketenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels Ziele in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Der mit der Hisbollah verbündete Iran feuerte daraufhin erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel ab.

Frankreich darf Truppen auf Zypern stationieren

Frankreich und Zypern haben ein Abkommen über die Möglichkeit zur Stationierung französischer Truppen auf der drittgrößten Mittelmeerinsel geschlossen. Die Vereinbarung unterzeichneten die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin und ihr zyprischer Kollege Vasilis Palmas. „Für uns ist Frankreich ein strategischer Partner“, sagte Palmas. Zypern sei ein wichtiger Standort für die Sicherheit der EU im östlichen Mittelmeer, erklärte Vautrin. Das Treffen fand am Rande eines informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister in Nikosia statt, berichtete der zyprische Staatsrundfunk RIK weiter. Die Pläne für das Abkommen waren bereits im April während eines Besuchs von Präsident Emmanuel Macron in Zypern angekündigt worden. Hintergrund sind verstärkte militärische Aktivitäten in der Region nach dem Einschlag einer iranischen Drohne auf Zypern im März. Zypern ist unter den EU-Staaten das Land, das der Krisenregion im Nahen Osten am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

Libanon: Fast 3.500 Angriffe Israels während Waffenruhe

Die im April verkündete Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hatte faktisch keine Wirkung. Seitdem gab es Hunderte Angriffe Israels wie auch der Hisbollah auf israelische Ziele. Israel hat den Libanon nach offiziellen libanesischen Angaben seit Verkündung der Waffenruhe im April fast 3.500 Mal angegriffen. Das teilte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam nach einer Kabinettssitzung in Beirut mit. Das sei die Zahl der israelischen Verstöße gegen die faktisch kaum wirksame Waffenruhe, die am 17. April in Kraft trat, bis zum vergangenen Sonntag.

EU verschärft Sanktionen gegen Iran wegen Straße von Hormus

Die EU hat wegen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft. Wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte, ist das Provinzkommando Hormusgan der Marine der Revolutionsgarden betroffen. Zudem wurden auch ein stellvertretender Befehlshaber der Revolutionsgarden sowie der Sprecher des iranischen Verbands der Exporteure von Öl, Gas und petrochemischen Erzeugnissen mit Strafmaßnahmen belegt. In dem Sanktionsbeschluss heißt es, das Provinzkommando Hormusgan lege fest, welche Schiffe die Straße von Hormus durchqueren dürften, mitunter gegen Entrichtung einer Mautgebühr. Es unterstütze damit Handlungen und politische Maßnahmen des Irans, die die Freiheit der Schifffahrt im Nahen Osten untergrüben. Dem Verbandssprecher Hamid Hosseini und dem Revolutionsgarden-Mitglied Mohammad Akbarzadeh wird ebenfalls eine Mitwirkung an dem Blockade- und Mautsystem vorgeworfen. Akbarzadeh wird von der EU als Sprecher der Marine-Einheit bezeichnet, der in seiner Funktion Raketen- oder Drohnenangriffe gegen Schiffe angedroht habe. Der Sanktionsbeschluss hat zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gelten zusätzlich ein EU-Einreise- und Durchreiseverbot. Die Marine der Islamischen Revolutionsgarden (IRGCN) war bereits vor diesem Montag mit EU-Sanktionen belegt.

Insider: Trump und Netanjahu telefonieren erneut

US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben erneut ein Telefongespräch über einen möglichen Waffenstillstand geführt. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem israelischen Regierungsvertreter.

Irak öffnet Luftraum wieder – Syrien verlängert Sperrung

Der Irak hat seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Iran-Krieg früher als erwartet wieder geöffnet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das „höchste Maß an Sicherheit“ gelten. Eigentlich wurde im Irak wegen der jüngsten Angriffe eine Sperrung für 72 Stunden verkündet, die bis Mittwochabend gedauert hätte. Die Schließung von Syriens Luftraum wurde dagegen um weitere 12 Stunden verlängert bis 23.00 Uhr am heutigen Abend (22.00 MESZ). Eigentlich sollte der Flugverkehr in dem arabischen Land schon heute Vormittag wieder anlaufen. Beide Länder liegen geografisch zwischen dem Iran und Israel und damit auch in der Schusslinie im Fall gegenseitiger Angriffe der beiden Erzfeinde.

EU sanktioniert Iraner wegen Bedrohung des Schiffsverkehrs

Die Europäische Union verhängt Sanktionen gegen zwei iranische Staatsbürger und eine Einheit der Revolutionsgarden wegen der Bedrohung des freien Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Dies ist das erste Mal, dass die EU ihre neuen Befugnisse zur Bestrafung von Verstößen gegen die Freiheit der Schifffahrt nutzt, wie die Staatengemeinschaft mitteilt. Betroffen sind das Marinekommando der Revolutionsgarden in der Provinz Hormosgan sowie zwei Funktionäre. Die Aktionen des Iran seien inakzeptabel, erklärt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Durch die Meerenge wird etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert.

Trump sieht neue Waffenruhe in Reichweite

Auf seinem sozialen Netzwerk „Truth Social“ schreibt der US-Präsident Donald Trump, der Iran und Israel stünden kurz vor einer Waffenruhe. Die Friedensverhandlungen gingen weiter, „sofern ihnen nicht Unwissenheit oder Dummheit im Wege stehen“. Die Blockade der Straße von Hormus durch die USA bleibe bestehen, bis ein „finaler Deal“ erreicht sei.

Bundesregierung: Schauen mit Sorge auf neue Eskalation

Das Bundeswirtschaftsministerium schaut mit Sorge auf die Eskalation im Nahen Osten, stellt aber keine Versorgungsprobleme fest. „Derzeit liegen uns keine Meldungen für physische Knappheiten in Europa vor. Das wird sich kurzfristig auch nicht ändern“, sagt ein Sprecher. „Wir stehen mit den Unternehmen und mit den Verbänden in engem Austausch. Die Unternehmen melden uns aber derzeit auch keine Engpässe im Bereich Kerosin.“

Libanesische Medien melden neue Angriffe

Parallel zur jüngsten Eskalation mit dem Iran hat Israel seine Angriffe im benachbarten Libanon nach dortigen Angaben fortgesetzt. Die israelische Luftwaffe habe dort mehrere Orte im Süden bombardiert, berichtete die Staatsagentur NNA. Im Umfeld der Stadt Nabatija seien dabei mindestens vier Menschen getötet worden. Israel greife die Stadt auch mit Artillerie an. Zudem rückten israelische Bodentruppen mit Maschinengewehren im Süden vor. Auch der Hisbollah-Sender Al-Manar berichtete von neuen israelischen Angriffen auf etwa ein Dutzend Orte im Südlibanon. Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Trump fordert Ende der Angriffe

US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Angriffe zwischen Israel und dem Iran gefordert. In einer Mitteilung auf seinem sozialen Netzwerk „Truth Social“ schrieb er: „Die Angriffe müssen aufhören. Wir sind kurz vor einer Einigung.“

Israels Militär stellt sich auf mehrtägige Kämpfe ein – USA vollständig eingeweiht

Nach dem gegenseitigen Beschuss am Sonntag und Montag hat das israelische Militär erstmals offiziell über die derzeitige Lage informiert. Das sind die wichtigsten Punkte aus israelischer Sicht: Die israelischen Streitkräfte stellen sich auf mehrtägige Kämpfe ein. Israel hat bisher 22 bis 24 iranische Geschosse und zwei Huthi-Raketen aus dem Jemen gezählt, Tote oder Verletzte gab es dabei nicht. Die US-Streitkräfte unterstützen bei der Raketenabwehr und alle Angriffe sind mit dem lokalen Kommando Centcom abgestimmt. Bisher hat Israel zwei Angriffswellen mit Kampfjets ausgeführt, die die iranische Luftabwehr und Öl-Anlagen im Süden des Landes getroffen haben.

Israel erklärt „großangelegten Angriff“ für beendet – Ziel waren Verteidigungssysteme

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge einen „großangelegten Angriff“ auf Ziele im Iran beendet. Dutzende Kampfflugzeuge hätten dabei „strategische Verteidigungssysteme“ der iranischen Führung ins Visier genommen, teilte das israelische Militär am Vormittag mit. Israels Armee habe dabei erst seit kurzem von Teheran eingesetzte Verteidigungssysteme in zahlreichen Gegenden des Landes zerstört.

Iran meldet Raketenangriff auf Öl-Anlage in Haifa

Die iranischen Revolutionsgarde greift nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage im israelischen Haifa mit Raketen an. Dies sei die Reaktion auf einen amerikanisch-israelischen Angriff auf eine ähnliche Anlage im Iran, teilt die Revolutionsgarde mit. Weitere Angriffe auf zivile Ziele und Energieanlagen in der Region würden Folgen für die Weltwirtschaft haben. Die Verantwortung dafür trügen die USA.