US-Kampfjets feuern Raketen auf Öltanker im Golf von Oman
US-Kampfjets feuern Raketen auf Öltanker im Golf von Oman

Angriff im Golf von Oman: US-Militär legt Tanker lahm

Washington/Teheran – Donald Trump macht Ernst! Nachdem der US-Präsident die zweite Nacht in Folge Ziele im Iran bombardieren ließ, setzt die US-Armee auch die Blockade der Straße von Hormus gegen das Mullah-Regime mit aller Härte durch. Jetzt haben Trumps Kampfjets einen Tanker mit Hellfire-Raketen angegriffen und in Brand gesetzt. Er soll iranisches Öl zum Export an Bord gehabt haben.

Es ist 23.20 Uhr am Mittwochabend im Golf von Oman, dem Seegebiet nach dem Durchqueren der Straße von Hormus. Ein Öltanker versucht im Schutz der Dunkelheit Fahrt zu machen. Doch die Amerikaner observieren die Ausfahrt Richtung Arabisches Meer ganz genau. US-Offiziere funken die unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrende „Jalveer“ an, fordern die Crew zum Stoppen auf – mehrfach. Keine Reaktion!

Ein Video der US-Armee zeigt das Heck des Frachters vor dem Einschlag und den Feuerball, als die Raketen detonieren. „Ein US-Flugzeug feuerte dann zwei Hellfire-Raketen in den Maschinenraum des Schiffes ab“, so das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom. Trumps Militärs sind sicher, dass das Schiff die Blockade gegen den Iran verletzt hat, weil es versuchte, iranisches Öl zu transportieren. Nach Angaben des britischen Sicherheitsunternehmens Vanguard befanden sich 20 Besatzungsmitglieder an Bord, sie wurden von der omanischen Marine gerettet.

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Bei weiterer US-Attacke starben drei indische Seeleute

Die „Jalveer“ ist bereits das dritte Handelsschiff allein in dieser Woche, das von US-Streitkräften mit Waffengewalt an der Passage der Meerenge gehindert wurde. Am Mittwoch feuerten Kampfjets Raketen auf den indischen Frachter „Settebello“ ab. Laut der Regierung in Neu-Delhi starben dabei drei indische Seeleute, 21 weitere wurden gerettet.

Anfang der Woche beschoss das US-Militär außerdem die „Marivex“. Der Tanker, der unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau unterwegs war, geriet in Brand, 24 Mann Besatzung wurden gerettet. Nach der Attacke teilte Centcom mit, das Schiff sei „nicht mehr“ in Richtung Iran unterwegs.

Laut Centcom haben die USA seit Beginn der Blockade am 13. April „neun Schiffe außer Gefecht gesetzt, die sich nicht an die Anweisungen gehalten haben“ oder iranisches Öl geladen hatten. 135 Schiffe wurden „umgeleitet“, nachdem sie doch kooperiert hatten. 42 Schiffe erhielten freie Durchfahrt, weil sie humanitäre Hilfe leisten wollten.

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