Ukraine-Krieg: Seedrohne explodiert in rumänischem Hafen – Kyjiw bestätigt Ursprung
Ukraine-Krieg: Seedrohne explodiert in rumänischem Hafen

Ukrainische Seedrohne explodiert im Hafen von Konstanza

Im Hafen der rumänischen Schwarzmeerstadt Konstanza ist am Freitag eine ukrainische Seedrohne explodiert. Die Detonation ereignete sich gegen 10.30 Uhr Ortszeit im zivilen Teil des Hafens, wie das rumänische Verteidigungsministerium mitteilte. Verletzt wurde niemand. Die Drohne sei vom Typ, der auch im Ukraine-Krieg eingesetzt werde. Die ukrainische Marine bestätigte am Nachmittag den Ursprung: Die Überwasserdrohne sei durch elektronische Kampfsysteme der russischen Armee gestört worden, habe die Kontrolle verloren und sei an der rumänischen Küste gelandet. Die russische Botschaft in Rumänien erklärte, es handele sich um unbemannte ukrainische Wasserfahrzeuge, und wies jede Verbindung zu Russland zurück. Nach der Explosion wurden drei weitere unbemannte Boote entdeckt. Der rumänische Präsident Nicușor Dan verwies zudem auf eine Seemine an der Küste und bezeichnete die Vorfälle als direkte Folgen des russischen Angriffskriegs. Erst vergangene Woche war in Rumänien eine russische Drohne eingeschlagen, wobei zwei Menschen verletzt wurden.

Angriff auf Babynahrungsfabrik: Vier Tote bei russischem Drohnenangriff

Bei einem russischen Drohnenangriff im Bezirk Browary in der Region Kyjiw sind am Freitag mindestens vier Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Der Leiter der Militärverwaltung, Mykola Kalaschnyk, teilte mit, dass die Produktionsstätte „Yahotynske für Kinder“ getroffen wurde, ein ukrainischer Hersteller von Babynahrung und Milchprodukten. Die Opfer waren Mitarbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs an ihren Arbeitsplätzen befanden. Ein Verwaltungsgebäude geriet in Brand, Teile des Komplexes wurden zerstört. Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an, unter den Trümmern könnten sich zwei weitere Personen befinden. Die Ukraine wirft Russland vor, gezielt zivile Infrastruktur angegriffen zu haben.

Ukraine meldet Treffer auf russisches Patrouillenschiff

Die ukrainische Marine hat eigenen Angaben zufolge ein russisches Patrouillenschiff der Küstenwache des FSB in der Straße von Kertsch angegriffen. Das Schiff vom Projekt 10410 („Swetljak“-Klasse) sei zur Sicherung des Bereichs um die Krim-Brücke eingesetzt worden, sagte Marine-Sprecher Dmytro Pletenchuk im Fernsehsender „My-Ukrajina“. Solche Schiffe kontrollieren den Schiffsverkehr und schützen strategische Infrastruktur.

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Feuerpause nahe AKW Saporischschja ermöglicht Reparaturen

Eine von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ausgehandelte Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja ist in Kraft getreten. Dies ebne den Weg für dringend benötigte Reparaturen an der Stromleitung, um die Gefahr eines atomaren Unfalls zu verhindern, teilte die IAEA mit. Techniker beider Seiten werden in den kommenden Tagen mit den Arbeiten beginnen. Das AKW ist das größte Europas und seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es ist aus Sicherheitsgründen nicht in Betrieb, enthält aber radioaktives Material.

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Weitere Entwicklungen im Ukraine-Krieg

  • Gefangenenaustausch: Russland und die Ukraine haben jeweils 185 Kriegsgefangene ausgetauscht, wie die russische Nachrichtenagentur RIA meldete.
  • Kredithilfe: Die Ukraine erhält weitere 200 Millionen Euro Garantien von EBRD und EU sowie Zuschüsse von 105 Millionen Euro, um Unternehmen den Zugang zu Finanzmitteln zu sichern. Insgesamt sollen Kredite in Höhe von 2 Milliarden Euro freigesetzt werden.
  • Selenskyj-Brief an Putin: Die Bundesregierung begrüßt den Brief von Präsident Selenskyj an Putin mit dem Vorschlag eines persönlichen Treffens. Es brauche eine ernsthafte Bereitschaft Russlands zu Friedensverhandlungen, an denen auch Europa und die USA beteiligt sein müssten.
  • Angriff auf Frachter im Asowschen Meer: Bei einem Drohnenangriff auf zwei Frachtschiffe wurden fünf aserbaidschanische Besatzungsmitglieder getötet. Das ukrainische Militär gab an, fünf Schiffe in Häfen der besetzten Gebiete angegriffen zu haben, die am Getreidediebstahl beteiligt gewesen seien.
  • Improvisierte Raketenwerfer: Russische Truppen nutzen im Raum Pokrowsk zunehmend improvisierte Abschussvorrichtungen für Raketen, was auf Versorgungsprobleme bei Artilleriesystemen hindeuten könnte.
  • Druck auf Nachschubrouten zur Krim: Die Ukraine erhöht den Feuerdruck auf den Landkorridor zur Krim. Russische Einheiten müssen vermehrt Nebenstraßen nutzen, was die Versorgung erschwert.
  • Gleitbombenangriff auf Saporischschja: Bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben auf die Region Saporischschja kam eine Frau ums Leben, elf Menschen wurden verletzt.
  • Putin wirft Europa Ignoranz vor: Putin kritisierte Europa für die feierliche Umbettung des Nazikollaborateurs Andrij Melnyk in die Ukraine. Polen und Israel hätten nur halbherzig reagiert.
  • Pentagon sagt Raketenlieferung an Deutschland ab: Das US-Verteidigungsministerium dürfte die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland absagen, aus Sorge vor russischer Eskalation und wegen schrumpfender eigener Bestände.
  • Selenskyj: 700 Kinder getötet: Seit Kriegsbeginn wurden mindestens 700 ukrainische Kinder durch russische Angriffe getötet, erklärte Selenskyj zum Internationalen Tag der unschuldigen Kinder.

Die Angaben der Regierungen und Armeen sowie Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse zu vermitteln.