Trumps Kandidat Feenstra verliert Vorwahl in Iowa
Trumps Kandidat verliert Vorwahl in Iowa

Randy Feenstra, der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Kandidat für das Gouverneursamt in Iowa, hat die republikanische Vorwahl überraschend verloren. Es ist die erste Niederlage für einen von Trump unterstützten Bewerber seit langer Zeit. Nach ersten offiziellen Ergebnissen unterlag der Kongressabgeordnete dem Geschäftsmann Zach Lahn mit einem Rückstand von weniger als einem Prozentpunkt.

Trumps Unterstützung reichte nicht

Trump hatte Feenstra wenige Tage vor der Abstimmung seine „vollständige und uneingeschränkte Unterstützung“ ausgesprochen. Zuvor hatte sich der US-Präsident noch damit gebrüstet, dass alle von ihm unterstützten Kandidaten in diesem Jahr bisher erfolgreich gewesen seien. Das Weiße Haus hat das Scheitern Feenstras bislang nicht kommentiert.

Vorwahlen als Test für Trumps Einfluss

Die diesjährigen Vorwahlen für die Gouverneurswahlen in den einzelnen Bundesstaaten und die Midterms im November gelten als Prüfstein für Trumps Kontrolle über die Republikanische Partei. Der Präsident betreibt seit Beginn der Vorwahlsaison eine Kampagne gegen Parteikollegen, die er als nicht loyal genug betrachtet. Dabei unterstützt er auch Kandidaten, die für die Kongress- und Gouverneurswahlen im November als risikoreich gelten.

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So stellte sich Trump im Rennen um einen Senatssitz in Texas hinter den ultrakonservativen und in Skandale verwickelten Ken Paxton, der sich dann gegen den langjährigen Senator John Cornyn durchsetzte. In Kentucky machte Trump erfolgreich Stimmung gegen den abweichlerischen republikanischen Abgeordneten Thomas Massie, woraufhin dieser die Vorwahl für einen Sitz im Repräsentantenhaus verlor. Massie hatte an einem Gesetz zur Veröffentlichung von Regierungsdokumenten im Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein mitgewirkt.

Iowa rückt nach rechts

Iowa war lange ein zwischen Demokraten und Republikanern umkämpfter Bundesstaat, rückte seit Trumps Aufstieg im Jahr 2016 jedoch deutlich nach rechts. Die Demokraten hoffen, diesen Trend im November zumindest teilweise umkehren zu können. Auch sie bestimmten in Iowa ihre Kandidaten für die Wahl im November. Der bisherige Finanzkontrolleur des Bundesstaates, Rob Sand, tritt dann gegen den Republikaner Lahn an. Der paralympische Basketballmeister Josh Turek fordert bei der Wahl zum US-Senat die von Trump unterstützte Abgeordnete Ashley Hinson heraus.

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