US-Präsident Donald Trump (80) hat am Mittwoch Fragen nach der Verantwortung für die US-Angriffe auf eine iranische Schule am ersten Kriegstag zurückgewiesen – gleichzeitig aber zugegeben, dass US-Raketen zum Tod dutzender Menschen geführt haben. Trump sagte Reportern vor seiner Abreise nach Paris: „Mistakes are made. War is nasty.“ (dt.: Fehler passieren. Krieg ist grausam.)
Hintergrund des Angriffs
Bisher konnten die Angaben des Mullah-Regimes zu dem Angriff nicht unabhängig überprüft werden. Trumps Antwort war nun wohl die deutlichste Annäherung an die US-Urheberschaft der Angriffe, bei denen laut iranischen Angaben mindestens 175 Menschen, zumeist Kinder, getötet worden sein sollen. „Niemand hat das absichtlich getan“, fügte der Präsident hinzu.
Pentagon untersucht Angriff noch
Mehr als 100 Tage nach den Luftangriffen, die die „Shajarah-Tayyebeh“-Grundschule in der südiranischen Stadt Minab zerstörten, wird der Vorfall laut Trump immer noch vom Pentagon untersucht. Auf die Frage, ob er Details der Untersuchung veröffentlichen werde, verwies er an Verteidigungsminister Pete Hegseth (46).
„Versagen des Geheimdienstes“
Hinter vorgehaltener Hand räumten US-Militärbeamte laut „New York Times“ ein, dass amerikanische Streitkräfte die Angriffe durchgeführt hatten, und bezeichneten sie „als Versagen des Geheimdienstes“. Die Schule befand sich in der Nähe eines Stützpunkts der Marine der iranischen Revolutionsgarden, und ihr Standort war ursprünglich Teil dieses Stützpunkts gewesen. Die Beamten gaben demnach an, eine interne Untersuchung habe ergeben, dass die für die Zielauswahl zuständigen Militärangehörigen Bildmaterial verwendeten, das seit sieben Jahren nicht aktualisiert worden war. Dieses Bildmaterial, so die Beamten, zeige keine Schule neben dem Stützpunkt. Bildmaterial, das von mehreren US-Medien ausgewertet wurde, zeigte, dass neben der Schule auch mindestens sechs Gebäude der Revolutionsgarden durch mehrere Präzisionsschläge getroffen wurden.



