Donald Trump hat die Feierlichkeiten zum 250. Gründungsjubiläum der USA auf der National Mall in Washington eröffnet. Statt die Geschichte des Landes zu würdigen, nutzte der US-Präsident die Rede für ausgiebiges Selbstlob und Wahlkampfrhetorik. Vor tausenden Zuschauern, darunter viele Anhänger mit MAGA-Kappen und US-Flaggen, pries Trump seine eigene Politik und verkündete: „Amerika ist zurück.“ Die Rede endete mit den Worten: „Wir werden Amerika wieder großartig machen. Alles Gute zum Geburtstag, Amerika!“
Trumps Rede: Von Iran-Krieg bis Transgender-Rechte
Trump spannte in seiner Ansprache einen Bogen vom Iran-Krieg über umstrittene Bauvorhaben wie den neuen Ballsaal am Weißen Haus bis hin zu Maßnahmen gegen Transmenschen. Kritiker werfen ihm vor, die Feierlichkeiten zu politisieren. Laut ABC News zitierte der Sender den Politikwissenschaftler Daniel Treisman von der University of California in Los Angeles: „Trumps Anliegen in seiner zweiten Amtszeit seien nicht die des Großteils seiner Wählerbasis, geschweige denn die anderer Amerikaner. Das erklärt seine ungewöhnlich niedrigen Zustimmungswerte.“
Ministerpreisungen und schlechte Umfragewerte
Vor Trump sprachen mehrere Kabinettsmitglieder, darunter Verkehrsminister Sean Duffy, der Trump als „großartigsten Präsidenten seit George Washington“ lobte. Dies steht im Kontrast zu Trumps anhaltend schlechten Umfragewerten. Mit den nahenden Zwischenwahlen im November wird dies zunehmend zum Problem für die Republikaner.
Absagen von Künstlern und Trumps Reaktion
Trump hatte die Veranstaltung als „größte Live-Kundgebung aller Zeiten“ angekündigt, doch mehrere Künstler sagten ab, darunter The Commodores, Bret Michaels und Fabrice Morvan. Sie begründeten dies mit der politischen Ausrichtung. Trump reagierte verärgert auf seiner Plattform Truth Social: „Wir wollen keine talentlosen Sänger, die euch mit ihren hohen Gagen in den Schlaf wiegen – wir haben ihnen allen gesagt, sie sollen zu Hause bleiben.“ Stattdessen trat Country-Musiker Lee Greenwood mit dem Lied „God Bless the USA“ auf, das auch bei Trumps Wahlkampfveranstaltungen gespielt wird.



