Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen – Straße von Hormus gesperrt
Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert trotz einer offiziell geltenden Waffenruhe weiter. US-Präsident Donald Trump hat schwere Angriffe auf den Iran für die kommende Nacht angekündigt. Die USA würden das Land „sehr hart“ treffen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er drohte Teheran zudem damit, in naher Zukunft die für die iranische Ölindustrie strategisch wichtige Insel Charg sowie weitere Öl-Infrastrukturpunkte zu übernehmen. Die USA würden die „vollständige Kontrolle“ über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen. Auf der Insel Charg im Persischen Golf befindet sich Irans wichtigster Ölhafen, über den fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik abgewickelt wird. Die Insel ist daher von enormer strategischer Bedeutung.

Hintergrund der Eskalation

Die US-Regierung erhöht damit den Druck auf den Iran in den stockenden Gesprächen über ein mögliches Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Ein solches Abkommen würde zunächst vertiefte Verhandlungen bedeuten. Bereits in der Nacht zuvor hatten sich die USA und der Iran heftig beschossen. Eigentlich gilt zwischen den Kriegsparteien seit zwei Monaten eine Feuerpause.

Angriffe in der Nacht

Laut iranischen Medien wurden bei Angriffen in der Provinz Teheran drei Menschen verletzt. Das Portal „Mehr“ berichtete unter Berufung auf offizielle Stellen, dass in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) in der Straße von Hormus ein mit Grundnahrungsmitteln beladenes Boot von einem US-Geschoss getroffen worden sei. Die Besatzung sei gerettet worden. Das US-Militär sprach hingegen von Angriffen auf militärische Überwachungs- und Kommunikationsanlagen sowie Flugabwehranlagen im Iran.

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Indien: Drei tote Seeleute nach US-Angriff auf Tanker

Das US-Militär griff eigenen Angaben zufolge auch einen Tanker im Golf von Oman an, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Indien meldete drei getötete indische Besatzungsmitglieder. Nach Angaben des Außenministeriums in Neu-Delhi wurden 21 weitere Besatzungsmitglieder gerettet. Die Besatzung des unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrenden Schiffes „Settebello“ habe sich den Anweisungen der US-Streitkräfte widersetzt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) mit. Indiens Außenministerium verurteilte den Angriff und bestellte laut lokalen Medien aus Protest den stellvertretenden US-Botschafter in Neu-Delhi ein.

Blockade und Gegenblockade

Die USA haben eine Blockade iranischer Häfen verhängt, als Reaktion auf die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Seit Mitte April wurden nach US-Angaben acht Schiffe manövrierunfähig gemacht. Mit der Hafenblockade üben die USA Druck auf den Iran aus, der wirtschaftlich stark vom Ölhandel abhängt.

Iran erklärt Meerenge für gesperrt

Das iranische Außenministerium verurteilte die „großangelegten“ US-Angriffe der vergangenen Nacht scharf. Irans Militär reagierte auf die neuen US-Angriffe mit einer vollständigen Sperrung der Straße von Hormus. Jedes Schiff, das die für den Öl- und Gashandel wichtige Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der iranischen Militärführung. Zwei Schiffe sollen laut Rundfunk beschossen worden sein. Das US-Regionalkommando Centcom schrieb dagegen auf X: „Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Straße von Hormus ein und heraus.“

Iran beschießt arabische Länder

Der Iran griff zudem die Golfstaaten Bahrain und Kuwait in der Nacht an. Lokalen Behördenangaben zufolge wurde dabei in Bahrain ein elfjähriges Mädchen verletzt. In der Hauptstadt Manama und in dem Ort Hammad seien durch herabfallende Trümmerteile nach der Abwehr von iranischem Drohnenbeschuss mehrere Fahrzeuge in Brand geraten und Wohnhäuser beschädigt worden. Auch Jordanien fing laut eigenen Angaben in der Nacht 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen ab. Im Osten des Landes hat das US-Militär an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert.

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Deutschland bereit für Einsatz in der Straße von Hormus

Kanzler Friedrich Merz signalisierte erneut die Bereitschaft, dass sich Deutschland unter bestimmten Bedingungen für die Sicherung der für die weltweite Öl- und Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus engagieren könne. Deutschland sei bereit, nach einem Ende des Konflikts in der Golfregion dort Verantwortung zu übernehmen, sagte der CDU-Chef in einer Regierungserklärung im Bundestag. Ziel bleibe, dass der Iran sein Nuklearprogramm dauerhaft beende. Die Bundeswehr bereitet sich seit Mai auf einen möglichen Einsatz unter anderem mit Minenjagdbooten in der Straße von Hormus vor.