Gespräche mit Iran gescheitert: Vance verkündet Ende der Verhandlungen
US-Vizepräsident JD Vance hat die hochrangigen Gespräche mit dem Iran am späten Samstagabend Ortszeit nach insgesamt 21-stündigen Verhandlungen für gescheitert erklärt. Die Ankündigung erfolgte kurz vor seiner Abreise aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Vance betonte dabei, dass das Ergebnis für den Iran deutlich schlechter ausfalle als für die Vereinigten Staaten von Amerika.
Trump beim UFC-Kampf während der diplomatischen Krise
Während Vance das Scheitern der Verhandlungen bekannt gab, befand sich US-Präsident Donald Trump in Miami, Florida, wo er einen Mixed-Martial-Arts-Kampf der UFC besuchte. Begleitet wurde der Präsident von Außenminister Marco Rubio, der ihm während des Events mehrfach Informationen auf seinem Smartphone zeigte und ihm zuzuflüstern schien. Als die Nachricht vom gescheiterten Iran-Deal den Saal erreichte, richteten sich die Kameras auf die beiden Politiker – auf dem großen Monitor im Veranstaltungsort war ein lächelnder Trump neben Rubio zu sehen, allerdings ohne siegreichen Ausdruck.
Iran präsentiert eigene Version der Ereignisse
Im iranischen Staatsfernsehen präsentierte der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, eine deutlich abweichende Darstellung der gescheiterten Gespräche. Bakaei erklärte, man habe von Anfang an nicht damit rechnen können, in einer einzigen Verhandlungsrunde zu einer Einigung zu gelangen. Als Hauptgründe für das Scheitern nannte er überzogene Forderungen der USA sowie eine allgemeine Atmosphäre des Misstrauens zwischen den Verhandlungspartnern. Auch iranische Medien identifizierten das nationale Atomprogramm und die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus als zentrale Streitpunkte.
Straße von Hormus bleibt zentraler Konfliktherd
Die Meerenge vor der iranischen Küste entwickelt sich zunehmend zum entscheidenden Druckmittel in den internationalen Beziehungen. Zwar haben iranische Behörden in jüngster Vergangenheit vereinzelt Tanker aus Thailand, Pakistan und Indien passieren lassen, doch besteht Teheran weiterhin auf seinem Anspruch, Kontrollrechte über die Wasserstraße auszuüben und Transitgebühren zu erheben. Die US-Regierung fordert dagegen uneingeschränkte Durchfahrtsrechte für die internationale Schifffahrt. Die Frage, wie sich das Scheitern der Gespräche auf die Blockade der Meerenge auswirken wird, beschäftigt insbesondere die Verbündeten der Vereinigten Staaten.
Ungewisse Zukunft der diplomatischen Bemühungen
Zur Frage möglicher weiterer Verhandlungsrunden äußerte sich Vance zunächst zurückhaltend. Einem iranischen Insider zufolge, der von der Nachrichtenagentur Tasnim zitiert wurde, zeigt das Regime in Teheran ebenfalls keine Eile bei der Fortsetzung der Gespräche. Aus iranischer Perspektive stellt die aktuelle Situation in der Straße von Hormus bereits ausreichend Druck auf die USA und deren Verbündete dar. Die klare Botschaft lautet: Teheran wird sich auf keinen einseitigen Deal einlassen.
Vance betonte vor seiner Abreise, die USA würden mit einem einfachen Vorschlag und einer Verständigungsgrundlage abreisen, die das finale und beste Angebot darstelle. Ob die iranische Seite dieses Angebot annehmen werde, bleibe abzuwarten. Damit ist ein schnelles Ende der diplomatischen Spannungen nach diesem Wochenende unwahrscheinlicher geworden.
Käfigkampf-Ende mit Handschlag für Trump
Nachdem Vance sich auf den Rückflug in die USA begeben hatte und der UFC-Kampf in Miami zu Ende ging, suchte der brasilianische Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Paulo Costa den Kontakt zum US-Präsidenten. Costa verließ den Käfig, um Trump die Hand zu schütteln und ihm für dessen Arbeit zu danken. Trump erwiderte das Kompliment mit der Bemerkung, Costa sei viel zu gut aussehend, um ein Kämpfer zu sein. Das darauf folgende Lächeln des Sportlers war möglicherweise das einzige echte Siegerlächeln des gesamten Abends.



