Selenskyj: „Operation Spinnennetz“ ein Jahr später ein Erfolg
Selenskyj: „Operation Spinnennetz“ ein Erfolg nach einem Jahr

Seit einem Jahr läuft die „Operation Spinnennetz“ (ukrainisch: Pawutina) der Ukraine gegen Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet sie nun als bedeutenden Erfolg. In seiner abendlichen Videoansprache erklärte er, die Operation habe vieles verändert. Russland werde durch asymmetrische Kriegsführung geschwächt, und die ukrainischen Streitkräfte könnten die russische Militärlogistik bis in die Tiefe der besetzten Gebiete treffen.

Keine sicheren Straßen für den Besatzer

„Für den Besatzer gibt es im Süden und Osten unseres Landes praktisch keine sicheren Straßen mehr“, so Selenskyj. Die Folge seien Versorgungsengpässe in den besetzten Gebieten im Osten der Ukraine sowie auf der Krim. Die Operation umfasst den Einsatz neuer, weitreichender Drohnen gegen die russische Erdöl- und Militärindustrie sowie gezielte Kommandoeinsätze hinter den feindlichen Linien. Weitere Details blieben geheim.

Drohnenangriffe auf russische Ölindustrie

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten Drohnen entwickelt, die mehrere tausend Kilometer tief in russisches Gebiet vordringen können. Hauptziele sind Raffinerien und Fabriken zur Waffen- und Munitionsherstellung. Allein im Mai wurden 16 russische Raffinerien beschädigt, darunter acht der zehn größten. Die Rohölverarbeitung in Russland ist auf den niedrigsten Stand seit über zehn Jahren gesunken. Auf der Krim können Autofahrer nur noch mit Bezugsscheinen oder geringen Mengen tanken.

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Selenskyj betonte, die Ukraine wehre sich mit diesen Angriffen gegen die von Kremlchef Wladimir Putin vor mehr als vier Jahren befohlene Invasion. Die „Operation Spinnennetz“ habe die russischen Kräfte erheblich unter Druck gesetzt.

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