Detonation im Hafen von Konstanza: Seedrohne schlägt ein
Im rumänischen Schwarzmeerhafen Konstanza ist am Morgen eine Seedrohne explodiert. Das teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit. Die Detonation ereignete sich gegen 10.30 Uhr im zivilen Teil des Hafens. Verletzte gab es nach offiziellen Angaben nicht.
Ukraine macht Russland verantwortlich
Nach Angaben aus Kyjiw stammte die Drohne aus der Ukraine. Die ukrainische Marine erklärte auf Facebook, dass die Überwasserdrohne durch russische elektronische Kampfsysteme gestört worden sei. Dadurch habe sie die Kontrolle verloren und sei schließlich an der rumänischen Küste gelandet. Die Drohne war bereits am Morgen vom rumänischen Zivilschutz identifiziert worden, bevor sie detonierte.
Rumänischer Präsident verurteilt Vorfall
Rumäniens Präsident Nicușor Dan verwies auf X auch auf eine Seemine, die an der Küste gefunden worden sei. Er betonte, dass solche Vorfälle direkte Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seien. Dan bekundete die Solidarität seines Landes mit der Ukraine.
EU-Kommissionspräsidentin warnt
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. Sie schrieb, dies sei eine direkte Folge des Krieges Russlands gegen die Ukraine und werde zunehmend zu einer direkten Bedrohung für die Länder an der östlichen Grenze. Sie warb für Investitionen in militärische Anti-Drohnen-Möglichkeiten, Luftverteidigung und Frühwarnsysteme.
Zweiter Vorfall innerhalb einer Woche
Erst vergangene Woche war in Galati nahe der Grenze zur Ukraine eine Drohne in ein Wohnhaus eingeschlagen. Dabei erlitten eine 53-jährige Frau und ihr 14-jähriger Sohn leichte Brandwunden. Nach rumänischen Angaben handelte es sich damals um eine russische Drohne. Die jüngste Explosion in Konstanza zeigt erneut, wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auch EU-Mitgliedstaaten direkt betrifft.



