Putin lobt AfD beim Wirtschaftsforum: Dialog mit Europa möglich
Putin lobt AfD beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg

Putin lobt AfD-Politiker beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg

Der russische Präsident Wladimir Putin hat beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg seine Bereitschaft zum Dialog mit Europa bekräftigt, um den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Bei einem Treffen mit Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen, darunter die Deutsche Presse-Agentur, betonte Putin, dass nur neutrale Vermittler infrage kämen, „denen man vertrauen kann“. Er zeigte sich verwundert über die Diskussionen in Deutschland zu seinem Plädoyer für Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Vermittler.

Putin würdigt AfD-Politiker

Zur Teilnahme mehrerer AfD-Politiker an dem Forum sagte Putin, die Abgeordneten verständen es, ihre Position klar zu formulieren und ohne Angst dafür zu kämpfen. Die Partei liege in den Umfragen vor der regierenden Union in Deutschland. „Wir werden mit denen zusammenarbeiten, die mit uns arbeiten wollen“, so Putin mit Blick auf die russlandfreundliche Haltung der AfD.

AfD-Politiker fordern Ende der Sanktionen

Die AfD-Politiker, darunter mehrere Bundestagsabgeordnete, sprechen sich in St. Petersburg für ein Ende der Sanktionen des Westens im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und für eine Wiederaufnahme der Öl- und Gaslieferungen aus. Putin erklärte, der Staatskonzern Gazprom sei dazu bereit. Es gebe weiter gültige Verträge; die Lieferungen könnten sofort durch die letzte noch intakte Nord-Stream-Gasleitung erfolgen. Drei der insgesamt vier Stränge der Ostseepipelines waren durch Sabotage massiv beschädigt worden.

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Putin beharrt auf vollständiger Kontrolle über Donbass

Der Kremlchef beharrte auf seiner Forderung nach einer vollständigen russischen Kontrolle der Gebiete Donezk und Luhansk als Voraussetzung für einen Frieden in der Ukraine. Diese Forderung sei kein Widerspruch zur Dialogbereitschaft, argumentierte er. Putin wiederholte alte Thesen, wonach der Ukraine Soldaten fehlten, da monatliche Verluste und Desertionen die Neurekrutierungen überstiegen. Das Defizit bezifferte er auf 30.000 Mann pro Monat, während Kiew von mehr als 30.000 Neurekruten spricht.

Russische Gebietsgewinne und Drohnenangriffe

Putin verwies auf Gebietsgewinne von 2440 Quadratkilometern, während ukrainische Militärbeobachter knapp 700 Quadratkilometer seit Jahresbeginn nennen. Auf die Frage nach ukrainischen Drohnenangriffen auf St. Petersburg räumte Putin Schäden ein: „Zu unserem Bedauern brechen einige von ihnen durch.“ Russland müsse sein Luftverteidigungssystem verbessern. Putin wird am Freitag eine Rede beim Wirtschaftsforum halten, das rund 20.000 Besucher aus 130 Ländern erwartet.

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