Die Integrationsbeauftragte von Berlin-Neukölln, Güner Balci, hat in einem Podcast schwere Vorwürfe erhoben. Sie spricht von weit verbreiteten Zwangsehen, einer hohen Zahl homophober Angriffe und der Unterwanderung des Staates durch Islamisten. Die Politik schaue weg, so Balci.
Zwangsehen und Kinderehen sind weit verbreitet
Balci erklärte, dass junge Muslime oft nicht frei ihren Partner wählen könnten. „Für viele gehört das mittlerweile zum Selbstverständnis. Auch, dass Frauen und Mädchen gezwungen sind, jungfräulich in die Ehe zu gehen oder das zumindest vorzutäuschen.“ Es gebe keine Erhebungen oder Untersuchungen zu diesem Thema, obwohl sie immer wieder von konkreten Fällen erfahre.
Schwulenfeindlichkeit in islamistischen Milieus
In Neukölln und anderen Berliner Stadtteilen sei die Zahl homophober Attacken sehr hoch. Viele Menschen in islamisch geprägten Milieus würden Homosexualität „verachten, verabscheuen und auch bestrafen wollen“. Laut Balci deuten 80 Prozent der Täterbeschreibungen auf einen Migrationshintergrund hin. Diese Debatte sei jedoch sofort als rassistisch gebrandmarkt und unter den Teppich gekehrt worden.
Offene Judenfeindlichkeit nach dem 7. Oktober 2023
Seit dem Hamas-Überfall auf Israel erlebten jüdische Einrichtungen wie die Programmkneipe Bajszel täglich Attacken und Diffamierungen. Die Mitarbeiter müssten Selbstverteidigungskurse belegen, um sich zu schützen. „Das ist heftig“, so Balci.
Islamisten erschließen sich immer mehr Bereiche
Balci berichtete von sogenannten islamischen „Friedensrichtern“, die über „Blutgeld“ entscheiden, wenn eine Familie eine andere tötet. Diese Konflikte würden oft hinter verschlossenen Türen und nicht vor Gericht verhandelt. Islamisten hätten mittlerweile viele Bereiche erschlossen, nicht nur in Neukölln. Sie arbeiteten in Integrationsprojekten, die öffentlich gefördert werden, und gewännen so Zugang zu jungen Menschen.
Politiker und Polizisten fallen auf Islamisten herein
Islamisten seien keine Bombenleger, sondern Leute, die die Gesellschaft verändern wollten. Sie träten freundlich auf, sodass Polizisten und Politiker oft nicht wüssten, mit wem sie es zu tun hätten. Balci kritisierte, dass es bundesweit Polizeiprojekte gebe, an denen Islamisten mitwirkten, ohne kritisch hinterfragt zu werden.
Kritik an Islamismus wird diffamiert
Kritik an islamistischen Strömungen werde als „antimuslimischer Rassismus“ abgestempelt. Dies sei Teil der Muslimbrüder-Strategie. Balci forderte ein Ende des „Kuschelns“ mit Islamisten.



