Im Fall des Sprengstoffanschlags auf einen aus der Ukraine stammenden Oligarchen in Monaco ist die Hauptverdächtige einem Medienbericht zufolge erschossen aufgefunden worden. Die Leiche der 39-jährigen Ukrainerin sei am späten Montagabend in der Nähe von Kyjiw entdeckt worden, meldete die Onlinezeitung „Ukrajinska Prawda“ und beruft sich dabei auf eine Quelle aus den Strafverfolgungsbehörden.
Zwei Verdächtige festgenommen
Im Zusammenhang mit dem Fall seien bereits zwei Verdächtige festgenommen worden. Bei einem handele es sich um einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR, bei dem anderen um einen ehemaligen Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden, berichtet das Medium. Eine Stellungnahme von offizieller Seite lag zunächst nicht vor.
Spuren führen auch nach Deutschland
Die genauen Hintergründe des Attentats, dessen Spur auch nach Deutschland führte, sind weiter unklar. Die von Interpol als Hauptverdächtige ausgemachte Frau wurde unter anderem wegen versuchten Mordes international gesucht. Bei dem Sprengstoffattentat am Montag vergangener Woche waren der in der Ukraine geborene Wadym Jermolajew, seine Lebenspartnerin und sein Sohn verletzt worden.
Flucht über mehrere Länder
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Monaco war die mutmaßliche Täterin danach zunächst aus dem Fürstentum zu Fuß ins direkt angrenzende Frankreich geflohen. Anschließend soll sie mit einem Auto über andere europäische Länder nach Deutschland weitergefahren sein. Vergangene Woche durchsuchte die Polizei eine Wohnung in Hessen.
Hintergrund des Opfers
Jermolajew ist ein wohlhabender Geschäftsmann, der 2019 die zyprische Staatsbürgerschaft annahm. Die Regierung in Kyjiw verhängte 2023 Sanktionen gegen ihn, weil er Medienberichten zufolge Geschäfte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gemacht hatte.



