Merkel-Porträt für Kanzleramt: Gemälde nach fünf Jahren fertig
Merkel-Porträt: Gemälde nach fünf Jahren fertig

Fast fünf Jahre nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft ist das offizielle Porträt von Angela Merkel (71, CDU) für die Ahnengalerie im Bundeskanzleramt vollendet. Das Gemälde entstand über mehrere Monate im Atelier des jungen Künstlers Jérémy Queyras (28) in Berlin und wird ab kommendem Dienstag zunächst im Bode-Museum öffentlich zu sehen sein, wie die „Zeit“ berichtet. Merkel hatte das Amt der Bundeskanzlerin von 2005 bis 2021 inne.

Zögerliche Zustimmung nach persönlichem Treffen

Der bis dahin eher unbekannte Künstler Queyras hatte Merkel bereits 2022 angefragt, ob er sie malen dürfe. Die Altkanzlerin zögerte zunächst und sagte erst nach einem persönlichen Treffen im Juni 2025 zu. Für den Auftrag zog Queyras eigens nach Berlin. Das Porträt zeigt Merkel in einem klassischen roten Blazer mit einer auffälligen Halskette.

Einzug ins Kanzleramt frühestens im Oktober

Nach der Ausstellung im Bode-Museum soll das Gemälde frühestens im Oktober seinen endgültigen Platz in der Ahnengalerie des Kanzleramts finden. Auf die Frage, wie es sich anfühle, demnächst Teil dieser Galerie zu sein, antwortete Merkel der „Zeit“: „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird.“ Sie versuche, es mit Gleichmut zu nehmen: „Da häng ich dann eben.“

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Die Ahnengalerie der Altkanzler

Bislang hängen im Kanzleramt die Porträts von sieben Altkanzlern: von Konrad Adenauer (porträtiert von Hans Jürgen Kallmann) bis Gerhard Schröder (gemalt von Jörg Immendorff). Eine Besonderheit gibt es bei Willy Brandt: Von ihm existieren zwei Gemälde. Das erste, von Georg Meistermann, wurde 1985 aus dem Kanzleramt entfernt, weil es „stilistisch nicht in die Galerie“ passte. Seither hängt dort das Brandt-Porträt von Oswald Petersen.

Olaf Scholz lässt noch auf sich warten

Merkels Nachfolger Olaf Scholz (68, SPD) lässt sich mit seinem Porträt ebenfalls noch Zeit. Zuletzt hieß es, ein Auftrag an einen Künstler sei noch nicht vergeben. Somit fehlt in der Galerie vorerst nur noch das Porträt des amtierenden Kanzlers.

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