Klage gegen UFC-Show zu Trumps 80. Geburtstag am Weißen Haus
Klage gegen UFC-Event zu Trumps 80. Geburtstag

Eine Bürgerrechtsgruppe hat rechtliche Schritte eingeleitet, um den für den 14. Juni geplanten UFC-Kampfsportabend auf dem Rasen des Weißen Hauses zu stoppen. Die Kläger, darunter ein Armeeveteran, argumentieren, dass die Nutzung bundeseigener Parkflächen für eine private, kommerzielle Veranstaltung unzulässig sei. Die Show mit dem Namen „UFC Freedom 250“ fällt auf den 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump und ist offiziell Teil der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Laut Reuters plant Trump, den Abend als patriotische Geburtstagsfeier zu inszenieren. Übertragungen sollen auch auf Großbildschirmen im nahegelegenen Ellipse-Park stattfinden.

Enge Verbindungen zwischen Trump und der UFC

Trump und die UFC pflegen seit Langem enge Beziehungen. Bereits in der Frühgeschichte der Liga fanden Veranstaltungen in Trumps Casinos statt. Zudem verbindet ihn eine persönliche Freundschaft mit UFC-Chef Dana White, der 2024 bei Trumps Wahlsieg auf der Bühne stand. Trump nutzt die populäre Kampfsportmarke politisch, da er in deren Publikum einen Teil seiner eigenen Basis sieht. Laut Klage besitzt Trump auch Aktien der UFC-Mutterfirma TKO Group Holdings, was als einer der schlimmsten Interessenkonflikte bezeichnet wird.

Rechtliche Bedenken und Umweltprüfung

Die Kläger argumentieren, die Genehmigung verstoße gegen Regeln des National Park Service, da Sportveranstaltungen auf Bundesparkland grundsätzlich nicht erlaubt seien. Zudem habe der Kongress dem Bau einer massiven Konstruktion auf dem Gelände nicht zugestimmt, und eine Umweltprüfung sei vor Baubeginn unterblieben. Ein Anwalt der Kläger sprach von einer „komplett privaten, kommerziellen, korrupten Nutzung unserer heiligsten nationalen Monumente“ zu privaten Zwecken.

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Reaktionen aus dem Weißen Haus und von UFC-Kämpfern

Das Weiße Haus wies die Klage als „haltlos und verzögernd“ zurück. Das Ereignis unterscheide sich nicht von anderen Veranstaltungen auf dem South Lawn, dem Ellipse-Park oder der National Mall. Die UFC äußerte sich zunächst nicht. Doch auch aus den eigenen Reihen kam Kritik: Der amtierende Mittelgewichtschampion Sean Strickland erklärte, ihm sei die Teilnahme wegen Kritik an Trumps Epstein-Politik und Israel untersagt worden. UFC-Kommentator Joe Rogan bezeichnete es im März als „seltsam“, mitten in einem Krieg ein solches Event durchzuführen. Selbst der Trump-freundliche Kämpfer Bryce Mitchell kritisierte, die Regierung solle Bürger schützen und nicht unterhalten, das UFC-Event entheilige die Regierung.

Aufbau der Arena und geplante Kapazitäten

Auf dem South Lawn wird bereits ein achteckiger Käfig aufgebaut. Reuters berichtet von vier großen Metallgerüsten vor dem Weißen Haus, an denen Bildschirme hängen sollen. Insgesamt sind rund 4000 Sitzplätze direkt am Weißen Haus vorgesehen, dazu Tickets für bis zu 85.000 Menschen am Ellipse-Park. Trump hatte zuletzt sogar erwogen, die Konstruktion möglicherweise dauerhaft stehen zu lassen.

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