Klage gegen Trumps UFC-Kampfshow: „Eklatante Korruption“ im Weißen Haus
Klage gegen Trumps UFC-Kampfshow im Weißen Haus

Washington – Ein Spektakel, das es im Weißen Haus noch nie gegeben hat: Donald Trump plant zu seinem 80. Geburtstag am Sonntag eine Serie von UFC-Kämpfen. Eine Mixed-Martial-Arts-Show auf dem Südrasen vor dem ikonischen Gebäude soll die Feierlichkeiten krönen. Derzeit entsteht dort eine gewaltige Kampfarena mit 28 Meter hohen Metallbögen, die sogar das Dach des Weißen Hauses überragen. Der Spitzname für die Konstruktion über dem Oktagon lautet „The Claw“ – die Klaue.

Vier UFC-Titelkämpfe geplant

Höhepunkt der Veranstaltung sind vier UFC-Titelkämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen, organisiert von Trumps Freund Dana White. Die Idee für das Weiße Haus als Arena für fliegende Fäuste soll Trump gekommen sein, als er 2024 mit White einen Käfigkampf in New York besuchte. Kritiker lästern jedoch, Trump verwandle das „Haus des Volkes“ in eine Gladiatoren-Arena.

Klage wegen „eklatanter Korruption“

Doch nun wackelt das Mega-Event. Die Watchdog-Gruppe „Public Integrity Project“ hat Klage eingereicht und fordert eine einstweilige Verfügung zum Stopp der Kampfveranstaltung. Beklagt sind der National Park Service, das Innenministerium und Minister Doug Burgum. Der Vorwurf: Die Trump-Regierung habe Bundesgesetze gebrochen, um ein kommerzielles Sportereignis zu ermöglichen.

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In der Klageschrift ist von „eklatanter Korruption“ die Rede. Der Grund: Trumps enger Freund Dana White könne durch TV-Übertragungen und Sponsoring-Pakete kommerziell profitieren. Zudem sei die Riesenstruktur „The Claw“ ohne Genehmigung des Kongresses errichtet worden. Auch geplante Wiege-Events am Lincoln Memorial werden beanstandet – eine problematische Nutzung öffentlicher Orte.

Anti-Trump-Richter als Alarmsignal

Brisant: Die Klage verweist darauf, dass Trump im März zwischen 15.000 und 50.000 Dollar in TKO investiert hat – die Mutterfirma der UFC. Solche Spannen sind in US-Vermögensoffenlegungen üblich. Ein Regierungsvertreter wies die Vorwürfe gegenüber NBC als „Störtaktik“ zurück. Das Kampf-Spektakel sei ein historisches Sportereignis im Rahmen der 250-Jahr-Feiern der USA.

Als Alarmsignal für Team Trump gilt jedoch, dass der Rechtsfall Bundesrichter Amit P. Mehta zugewiesen wurde. Er machte sich mit Entscheidungen gegen Trump und seine Regierung einen Namen, besonders im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021.

Rückschläge bei Trumps Jubelwochen

Das Justiz-Drama ist der jüngste Höhepunkt einer Serie von Rückschlägen bei Trumps Jubelwochen rund um Amerikas 250. Geburtstag am 4. Juli. Zuletzt platzte bereits eine Konzertserie, nachdem fast alle Musiker abgesprungen waren.

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