Naher Osten: Israel attackiert iranisches Gasfeld, Iran schlägt gegen US-Kriegsschiff zurück
Israel attackiert Gasfeld, Iran schlägt gegen US-Kriegsschiff zurück

Eskalation im Nahen Osten: Angriffe trotz Waffenruhe-Plan

Fünf Wochen nach Kriegsbeginn im Nahen Osten setzen sich die gegenseitigen Drohungen und Angriffe zwischen den USA, Israel und Iran unvermindert fort. Obwohl pakistanische Geheimdienstkreise einen Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit anschließenden Friedensgesprächen vorgelegt haben wollen, scheint eine Annäherung der Konfliktparteien in weiter Ferne. Besonders die von Iran blockierte strategisch wichtige Straße von Hormus bleibt ein zentraler Streitpunkt.

Israelischer Angriff auf South-Pars-Gasfeld

Am Montag griff Israel den größten iranischen Petrochemie-Komplex in Asalujeh an, der am Rande des riesigen South-Pars-Gasfeldes im Persischen Golf liegt. Dieses Gasvorkommen gilt als das größte bekannte der Welt. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete den Angriff als schweren wirtschaftlichen Schlag für Teheran. Nachrichtenagenturen wie Fars und Tasnim meldeten mehrere Explosionen in der Anlage und Angriffe auf Unternehmen, die Asalujeh mit Strom, Wasser und Sauerstoff versorgen.

Die iranischen Staatsmedien dementierten jedoch nennenswerte Schäden und berichteten, ein durch den Angriff ausgelöstes Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Bereits während des Zwölftagekriegs im Juni 2025 hatte Israel Anlagen auf dem South-Pars-Gasfeld attackiert.

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Iranische Vergeltung und Drohungen

Als Reaktion auf die israelischen Angriffe meldeten die iranischen Revolutionswächter am Montagmorgen den Tod ihres Geheimdienstchefs Majid Khademi, der bei einem US-israelischen Angriff im Morgengrauen ums Leben gekommen sein soll. Zudem wurde in Teheran die renommierte Scharif-Universität für Technologie bombardiert, deren Rechenzentrum nach Universitätsangaben vollständig zerstört wurde.

Das oberste Kommando der iranischen Streitkräfte drohte mit verheerenden Vergeltungsschlägen, sollten weitere Angriffe auf zivile Ziele folgen. Diese Stellungnahme wurde über den iranischen Staatssender Irib im Onlinedienst Telegram veröffentlicht.

US-Drohungen und Angriffe im Persischen Golf

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf seinem Onlinedienst Truth Social Iran mit verstärkten Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, falls das Ultimatum für die Freigabe der Straße von Hormus überschritten werde. „Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben“, schrieb Trump in charakteristisch drastischer Formulierung.

Die iranischen Revolutionswächter meldeten unterdessen einen Angriff auf das amphibische US-Kriegsschiff LHA-7 im Persischen Golf, das sie zum Rückzug in den südlichen Indischen Ozean gezwungen haben wollen. Zudem attackierten sie ein Containerschiff mit der Kennung „SDN7“, das nach iranischen Angaben Israel gehört.

Opfer auf israelischer Seite

Auf israelischer Seite steigt die Zahl der Opfer weiter an. Beim Einschlag einer iranischen Rakete in ein Wohnhaus in Haifa wurden am Sonntagabend vier Menschen getötet, die nach stundenlanger Suche nur noch tot geborgen werden konnten. Das israelische Abwehrsystem scheint dem ständigen Beschuss aus Iran nicht immer standzuhalten.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf Iran begonnen, worauf Teheran seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region reagiert. Trotz diplomatischer Bemühungen um eine Waffenruhe eskaliert der Konflikt weiter.

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